Ed Kowalczyk – Alive

von Benjamin am 6. Juli 2010

in Musik!

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Ed Kowalczyk wurde in den 90ern als Sänger von Live bekannt. Live hatten mit „Throwing Copper“ ein Album, welches zwar an R.E.M. erinnerte, aber trotzdem unverkennbar war und mir drei Songs mit „Selling the Drama“, „I Alone“ und „Lightning Crashes“ Alternative Rock-Songs bescherte, die ich auch heute noch gerne höre. Alles, was ich danach von Live hörte, fand nicht nur ich langweilig.

Warum erzähle ich das einleitend? Weil Ed Kowalczyks Solodebut „Alive“ zwar an den typischen Live-Sound anknüpft, aber eben auch so langweilig ist wie deren Spätwerk. Gut, der Opener weckt durch die prägnante und vertraute Stimme eigentlich ein gutes Gefühl. Die Gitarre ist zunächst schneidend und treibend. Was „uhhs“ im Background ankündigen, kann sich im Refrain völlig entfalten: Radiorock! Wir sind hierzulande Reamonn gewohnt, die Amis haben Bon Jovi. Ed Kowalczyks größte Pfründe ist seine Stimme, eine unverwechselbare, klassische Rockröhre. Nur will das niemand (falls es Widerspruch gibt, dann benutzt niemand in diesem Fall als Synonym für mich) mehr hören. Ed Kowalczyk wird sich aber auf die gealterte Fanbase von Live verlassen können. Diese freut sich, dass die „Songschreiber-Muse“ laut Promo-Info im Jahre 2009 zurückgekehrt ist. Diese (also die Fanbase) freut sich über „Neuerungen“ wie den „Dance-Rock-Stil“ bei „The Great Beyond“. Ein paar Powerballaden und viel Melodic Rock später ist das Album zu Ende. Und ich werde wohl noch 10-15 Jahre benötigen, den kreativen Prozess und die Emotionalität hinter dieser Musik entsprechend würdigen zu können. Ich werde deshalb statt „Alive“ weiterhin meine „Throwing Copper“ hören. Kann sich Ed Kowalczyk auch drüber freuen, oder?

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{ 12 Kommentare… read them below or add one }

1 swo Juli 7, 2010 um 17:50 Uhr

Was bedeutet Pfründe?

Und der Titel ist ja schon irgendwie witzig, aber bei Live muss ich immer noch brechen, egal ob Früh- oder Spätwerk.

2 Hififi Juli 8, 2010 um 00:20 Uhr

Ich könnte mir vorstellen, dass das Sööster Slang sein könnte. Aber lassen wir den Sprachwissenschftler sprechen…

3 RockinBen Juli 8, 2010 um 08:13 Uhr

die Pfründe ist eine Schenkung, später wird die Bezeichnung für das zustehende Einkommen aus einem Amt. Heute wird Pfründe eher für etwas gebraucht, was einem mehr bringt als man dafür einsetzt. Hier meine ich, dass Ed K. vom Einsatz seiner Stimme profitiert und diese „Pfründe“ ihm unverhältnismäßig viel bringt. Je länger ich drüber nachdenke, desto weniger passt das Wort, wobei ich als ich die Rezi schrieb fand, es passe hervorragend… Egal!

4 Sterereo Juli 8, 2010 um 11:01 Uhr

Oder wie der Kölner sagt: „Echte Fründe ston zesamme!“

5 Pynchon Juli 8, 2010 um 19:32 Uhr

Ich wär echt froh, wenn ich ein paar Pfründe weniger auf den Hüften hätte…

6 swo Juli 9, 2010 um 14:25 Uhr

Kennt ihr noch den Hosen Klassiker: Es gibt tausend gute Pfründe auf dieses Land stolz zu sein….

7 Hififi Juli 9, 2010 um 15:23 Uhr

Wollt ihr den armen Benni aufziehen? Da gibt es doch gar keinen Pfrund zu!

8 RockinBen Juli 9, 2010 um 22:40 Uhr

Pf, kniet nieder und küsst meine Schweißpfründe!

9 Pynchon Juli 10, 2010 um 11:23 Uhr

Nein, nein, ich würd den Benni nie aufziehen: Er ist schließlich ein Pfrundskerl!

10 swo Juli 10, 2010 um 12:30 Uhr

Heute an der Wursttheke: Ich hätte gerne noch drei Pfrund Mett.

Kein Scherz!

11 Hififi Juli 11, 2010 um 13:25 Uhr

Wenn man solche Pfreunde hat, braucht man keine Pfeinde.

12 RockinBen Juli 12, 2010 um 09:14 Uhr

Ihr seid echte Pfründskerle!

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