Ed Csupkay – Das Tier in Mir

von georgebest am 13. April 2007

in Musik!

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„Ed Csupkay ist der Retter des deutschen Country!“, sagt Sven Regener, der meistens Recht hat und wie der Künstler selbst aus Bremen-Blockdiek stammend.

Fakt ist, dass Csupkay mit seinen 44 Lenzen dem klischeehaften Country ein Face- Lifting unterzieht. „Das Tier in mir“ klingt weniger nach Saloons mit quietschenden Schwingtüren und unendlichen Weiten, als vielmehr nach einer alltäglichen Tragikomödie mit der Botschaft „Es geht immer weiter“.

„Ich weiß wie ihr steht / schneller als der Wind weht / ich geh nur nach vorn / dann kommt irgendwann / wenn ich nur weit weg kann / halbwegs neu geboren“

Bei jedem Gig wird Csupkay von Malcolm Arison an Mundharmonika und Gitarre begleitet. Sven Regener produzierte für seinen Freund das Album, half ein wenig beim Songwriting und ist an manchen Stellen auch bei den Background-Vocals zu hören. Element-Of-Crime-Mitglied Richard Papplik trommelte die Schlagzeugspuren ein.

Es ist mit Sicherheit keine Platte für den Sonnenschein; es ist eine Platte für jeden, der enttäuscht zurückblickt, der den Schritt nach vorn wagt, der immer so bleibt, wie er ist.

Dem melancholischen Hörer sei eine Träne vergönnt, wenn er den begnadeten Musiker Csupkay an der Geige hört.

Der seichte, düstere Walzer „Kalter Wind“, „Das Tier in mir“, das Cover des Nick-Lowe-Klassiker „The Beast In Me“ und der „good ol‘ Schunkler“ (Malcolm Arison) und Ode an das Land an der Küste „Holstein“ stilisieren den Sohn eines Ungarn vielleicht wirklich zum Retter des deutschen Country.

„Schau nicht so böse / ich hab nichts getan / und wenn dann weißt du nicht mehr / als höchstens die Hälfte / und die ist nicht neu / und der Rest ist längst schon verjährt“

Csupkay macht Mut; Regener hat Recht. Ahoi Ed, bleib‘ so.

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