Eating Pebble – The Knife Show

von JonesKorn am 11. April 2010

in Musik!

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Schweden ist ein sehr fruchtbarer Boden für gute E-Gitarrenmusik, das ist kein Geheimnis. Und so sind die Erwartungen an Bands aus diesem Land in Europas Norden vielleicht auch immer etwas höher als wenn man eine Veröffentlichung aus, sagen wir mal, Belgien ans Ohr lässt. Somit ist der Weg nach oben für die vier Jungs von Eating Pebble sicherlich kein leichter.

Zusammengetan haben sie sich bereits 2002 und ein erklärtes Ziel war es, möglichst viel Livepräsenz an den Tag zu legen um sich einen Namen als echte Rocksäue zu verdienen. Die selbst genannten Einflüsse reichen von The Beatles über The Libertines bis zu den Landsleuten von Mando Diao. Das lässt sich auf „The Knife Show“ durchaus heraus hören. Ich habe auch öfters an The Hives (richtig: Schweden) gedacht, obwohl Eating Pebble im Vergleich hierzu weniger dreckrotzig spielen und uns auch weniger die Zähne zeigen. Schade eigentlich, unterschwellig klingt das immer mal wieder durch. Die Stücke sind überwiegend gut tanzbar und – das ist jetzt ausnahmsweise keine abwertende Bemerkung – echt radiotauglich. Zumeist bewegt sich alles im Dunstkreis des Indie Rock, einige Stücke weiter hinten auf der Scheibe klingen leicht nach New Wave (aber immer mit Rock’n’Roll ähnlichem Einfluss). Zusammengenommen sind alle Titel gut anzuhören, nutzen sich aber etwas zu schnell ab. Das mag wohl auch an der mit knapp 38 Minuten für zwölf Titel recht kurzen Spielzeit liegen. Als Anspieltipps empfehlen möchte ich den Opener „Ok, Ok, I love you“, „Close your eyes. Shout!“ und auch „Powder Head Park“. Ein ordentliches Album also, das bereits Ende November 2009 auf den Markt kam. Für den großen Wurf braucht es aber vielleicht noch etwas mehr Eigenständigkeit (den Eating Pebble Sound habe ich noch nicht entdecken können) und auch Abwechslung. Trotzdem wären sie bei einem Festival auf meiner „sehen wollen“ Liste, das steht mal fest.

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