Earthbend – Harmonia

von Benjamin am 30. September 2008

in Musik!

Unter der Regie von Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Scumbucket) nehmen Earthbend auch ihr zweites Album auf. Womit man die Band auch schon direkt beschrieben hat: sehr guter und experimenteller Rock aus deutschen Landen. Allerdings ist das ganze keine Kopie der Ebelhäuser-Bands sondern erstaunlich eigenständig. Klar gibt es immer wieder Verweise auf bereits Dagewesenes, aber die findet man bei jeder Rockband.

Entscheidend ist, was man draus macht! Und so findet sich mit Titelsong auch gleich der längste Song direkt am Anfang des Albums. Was in „Harmonia“ (Song) in fast 10 Minuten bis zum Akkordeon(?)-Outro passiert ist experimenteller aber auch gradliniger Rock vom Feinsten: Eine verfremdete Stimme darf die ersten Zeilen singen bevor sich André Kunzes kraftvolles und an Phil Lynott erinnerndes Organ einmischt. Ansonsten fallen bei jedem Hördurchgang andere Instrumente auf, die hervorzuheben sind: Eine Orgel zu Beginn, ein interessanter Basslauf, um nur zwei zu nennen. Der Song zeugt von Spielfreude und der Lust, ein wenig zu experimentieren, ohne das man das Gefühl bekommt, dass zuviel in den Song gepackt wird. Der Song gibt dem Album nicht umsonst den Namen. Eine kleine psychadelische Reise in den gradlinigen Rock der 1970er macht „Leroi“. „1000 Yard Stone“ schlägt die Verbindung zwischen den Kings of Leon und Thin Lizzy. Während sich „Bones“ im Tempo etwas zurücknimmt, bevor „Too many stars“ nach vorne losrockt. Kurz knackig mit einem Backgroundchor. Die Spannung macht die Mischung aus spacigen Elementen, druckvollen Drums, verspielten Gitarren und direktem Rock. Alles drin, alles gut bei diesem Trio aus Finsterwalde!

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