Earthbend – AttackAttackAttack

von Benjamin am 22. August 2010

in Musik!

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Earthbends dritte Scheibe steht wieder knietief im Rock. Welcher Variante der gitarrenlastigen Musik mehr Raum eingeräumt wird, das ändert sich von Platte zu Platte. Die erste Single heißt „Ozzy Attack“, das Album „AttackAttackAttack“ und die Namensgebung zeigt die Richtung an: Nach vorne rocken, ohne Rücksicht auf Verluste.

Das Widererkennungsmerkmal des Trios ist die Stimme von Andre Kunze. Soulig und leicht rauchig erinnert sie an Phil Lynnot. So drängt sich auch der Thin Lizzy-Vergleich immer wieder auf. Und natürlich ist der Rock der 70er eine Inspirationsquelle für Earthbend. Das einem dabei Bilder von Zombie-Filmen in den Sinn kommen, liegt an den Lyrics. Die Attacken des Albums werden oftmals von Monstern und ebensolchen Zombies ausgeführt. Jetzt könnten einige schreien, dass Texte von Monstern doch irgendwie pubertär wären. Stimme ich zu, aber wer hört bei Rockmusik, die in die Beine geht und man unweigerlich die Füße ein wenig auseinandersetzt, schon auf Texte? Das Album ist direkter als der Vorgänger, auf dem auch mal ausufernder musiziert wurde. Heute überschreitet lediglich ein Song die Fünfminutengrenze, das Meiste tummelt sich so um die drei Minuten. Innovationen gibt es bei Earthbend nicht, dafür eine riesige Portion Spaß und Melodien. Im Refrain von „Earth Rising“ wird sogar die Melodie von „Forever Young“ geklaut. „Newbourne“ nimmt sich zurück und Slidegitarren und Orgel sorgen für eine kleine Ruhepause. Aber es ist die einzige auf diesem Album voller breitbeinigem Rock, der richtig Spaß macht.

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