Eagle*Seagull – Forum Bielefeld, 5.2.07

von Hififi am 16. Februar 2007

in Feierlichkeiten

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Mit den Vorbands ist das ja immer so eine Sache. Friska Viljor kommen aus Schweden und sind, wie anscheinend alle Schweden, ungemein sympathisch. Ein bisschen Gaga und ein bisschen ballaballa und ganz viel „Lalala“. Eigentlich in jedem Lied besteht die ein oder andere Strophe aus dem wohlbekannten Platzhalter der populären Musikwelt. Die besseren Songs haben aber eindeutig Eagle*Seagull.

Sechs Leute aus Nebraska, die zu spät dran sind für den großen Sprung. Es gibt Arcade Fire, es gibt Interpol und die Bright Eyes. Toll sind die dreizehn Songs des selbstbetitelten Debüts allemal, die Live-Umsetzung fast atemberaubend. Das leider nur spärlich erschienene Bielefelder Publikum bekommt einen perfekten Auftritt zu sehen. Songs die einen umarmen, die dich verzaubern, dich im nächsten Moment herumwirbeln, so dass dir schwindelig wird. „Photograph“ ist so ein Song, er beginnt leicht und beschwingt, Eli Mardock winselt vor sich hin, perfektes Zusammenspiel aus Rhythmus und Melodie. Ein Prototyp. Wie gesagt, immer hart an der Grenze zum Plagiat. Aber musikalisch ist das hier unantastbar, perfekt gespielt, glasklarer Sound, die pure Spielfreude halt. Sie spielen alles was sie haben, der kleine Dicke klingt die ganze Zeit nach mindestens zehn verschiedenen Sängern gleichzeitig. Selbst ein wenig Johnny Borrell versteckt sich hinter einer Wand aus den ganzen anderen, die das Jodeln wieder salonfähig gemacht haben. So eine Geige ist etwas wunderbares, vor allem wenn sie so schön bedient wird. Es soll Leute gegeben haben, die sich gar nicht mehr auf das Wesentliche konzentrieren konnten. Was soll ich noch sagen? Ich könnte jetzt all die tollen Songs aufzählen die Eagle*Seagull an diesem Abend für uns bereit hatten, aber vielleicht kauft ihr euch einfach das Album, denn sie sind alle toll.

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