Dodos – Interview

von Sterereo am 14. August 2008

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„Hi, I am Meric“, sagt die sonnenbebrillte Person auf der Terrasse. Das Wetter lacht blendend und die Vögel singen im angrenzenden Wäldchen. Nur die befiederten Dodos der Pazifikinseln haben schon lange ihr letztes Lied gezwitschert. Stattdessen sitzt sein musikalisch Verwandter des US-Duos mit selbigen Namen vor mir und plaudert behäbig über den Alltag als Zugvogel.

Euer Albumcover stammt von einem Schüler vor dessen Klasse ihr aufgetreten seid. Ich würde gerne wissen, was für Geschenke ihr noch so erhaltet, nach euren Auftritt?

Wir kriegen nicht so viele Geschenke von den Leuten.

Keine BHs?

Nein, nicht wirklich. An das letzte Geschenk an was ich mich erinnere war, dass ein Freund von mir seine Mutter zu einer Show mitbrachte. Sie hatte diese leuchtenden, falschen Blumen dabei und stand auf dem Balkon in diesem Club. Jedenfalls schmiss sie ständig diese Blumen auf uns herunter. Manche trafen mich am Kopf. Das war wirklich seltsam.

Hat es dich aus dem Konzept gebracht?

Nicht wirklich. Allerdings sind das diese witzigen Momente die du nicht vergisst.

Wie sieht es hier auf dem Haldern-Pop Festival aus. Gefällt es dir?

Ja, es ist schön hier. Letzte Nacht waren wir noch in Schweden. Haben dort bis ein Uhr morgens gespielt. Wir sind quasi direkt hierher gekommen.

Daher die Sonnenbrille.

Allerdings, ich bin seit gestern morgen wach.

Ihr seid auf der ganzen Welt unterwegs und steht auf größeren und kleineren Bühnen. Wie ist das für euch?

Es ist seltsam vor so vielen Leuten zu spielen. Es ist cool aber auch irgendwie erschreckend. Du weißt niemals, was passiert wenn du da raus gehst. Manchmal hast du einen schlechten Tag oder die Leute gehen nicht mit. Doch das deutsche Publikum geht in meinen Augen sehr respektvoll mit den Bands um. Da bin ich sehr glücklich drum.

Was ist für dich eine schlechte Show?

Der Sound kann mies sein.

Das liegt aber nicht wirklich in euerer Hand.

Das stimmt. Wir müssen damit umgehen, was wir bekommen. Doch auch wir können schlecht zusammenspielen. Was auch immer du tust in deiner Musik, du versuchst einen guten Job abzugeben. Wir wollen die Erwartungen der Leute erfüllen, die kommen, um uns spielen zu sehen.

Es kommen auch viele Mädels zu den Shows. Auf dem Album habt ihr ebenfalls einige, zum Beispiel „Jodi“, und „Ashley“. Klingt so, als ob ihr einige zu besingen hättet.

Ach, nicht mehr als die Durchschnittsperson.

Dann flattert er auch schon wieder davon. Ein Interview jagt das Nächste und kein Schlaf in Sicht. Im November zieht es Meric und Logan hoffentlich taufrisch wieder ins Land. Dann spielen sie fünf Deutschland-Gigs:

THE DODOS

special guests | THE RUBY SUNS [außer 29.11.]

17.11. Frankfurt – Nachtleben

18.11. Hamburg – Headcrash

21.11. Berlin – Privatclub

23.11. München – 59:1

29.11. Köln – Die Werkstatt

Foto: Elizabeth Weinberg (Homepage)

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