Dinosaur Jr. – Farm

von musicandi am 24. Oktober 2009

in Musik!

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Das sollte gleich schon mal klar sein: Das hier ist groß! Ein Menetekel. Ein Monolith. Ein Monster. Aus der Zeit gefallen. Uncool. Unmodern. Guck dir bloß das Cover an. Wer macht denn sowas?

Alte Männer – doch, doch, die Jungs sind in dieser Formation seit 1984 unterwegs, mit ein paar Pausen und Brüchen, logisch – alte Männer also, die noch das geheime Wissen haben, wie man r-o-c-k-t, wie man Gitarren gefügig macht, sie weinen, jaulen, kreischen, jubilieren lässt, wie man distortion buchstabiert und vor allem: wie man voller Genuss an der Welt leidet, wie man die verzerrtesten Hymnen diesseits von Neil Young, die wütend-dreckigsten Liebeslieder jenseits von Nirvana und die schönsten Melodien westlich von Irgendwo schreibt, die ihr alle noch nie gehört habt.

Gleich der Opener – Pieces – fegt dir mit den tollsten Gitarrenriffs seit tausend Jahren die Ohrmuscheln frei, sodass du dich der Schönheit des Songs, seiner Energie, seiner Trauer und Wut nicht entziehen kannst. Was wirklich Wahnsinn ist, ist , dass dieses Level im Laufe des Albums gehalten, in manchen Stücken wie ‚Ocean In The Way‘, dem überlangen (aber keine Millisekunde zu langen) ‚Plans‘, das dich einfach hinwegsegeln lässt auf dem wolligweichen Teppich des SOUNDS, noch gesteigert wird. Weiter weiter, immer weiter. Dem Gipfel entgegen. Schnall dich fest, wenn du ‚Said The People‘ hörst – du könntest sonst davondriften und ‚I Don’t Wanna Go There‘ verpassen. Und du willst doch mit. Du wirst hingehen wollen. Der Weg lohnt. Here to stay. Die Ewigkeit dauert noch länger. Klassiker.

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