Die Bungalow 7 – We Are Here

von am 19. Dezember 2011

in Musik!

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Bei gut gelauntem 60s-Pop-Punk kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Der ist schon allein deshalb eine sichere Bank, weil die Retro-Spartenfans – fast wie beim Metal – eh immer nur das Gleiche hören wollen. Aber zumindest gut gemacht sollte er sein. Die Bungalow 7 geben sich hörbar Mühe, das Publikum bei Laune zu halten, aber so richtig überspringen will der Funke trotzdem nicht nicht. Vielleicht, weil einfach zu wenig Feuer drinsteckt? Solide und routiniert bewegt sich die Band zwischen retrospektivem Sechziger-Girlpop (wie ihn zum Beispiel The Bristols schon seit Jahren machen) und Achtziger-Punk- und Wavepop (wie ihn zum Beispiel The B-52’s schon seit Jahrzehnten machen). Frank Rahm (ansonsten unter anderen auch bei der gehassliebten Punkrock-Institution Spermbirds dauerhaft tätig an der Gitarre gewesen) hat die Songs geschrieben und mitproduziert. „Klasse Songs in unterschiedlichsten Athmo- und Tempo-Lagen“ heißt es ganz sachlich und trocken in der Platteninfo. Genauso leidenschaftslos kommen die Stücke auf „We Are Here“ auch rüber. Ein durchgängig zu schwach abgeschmecktes Album mit nur wenig Schärfe und Begeisterung. Frontfrau Katrin Bärmann klingt zudem wie eine blutleere Version von Kate Pierson. Das ganze macht zwar irgendwie satt, ist aber nicht sonderlich charmant angerichtet. Vielleicht können diese Defizite live wieder wettgemacht werden, aber auf Konserve steht „We Are Here“ eine überwältigende Masse an spannenderen Veröffentlichungen gegenüber. Leider eine überflüssige Platte.

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