Detroit7 – Black & White

von Hififi am 22. Februar 2010

in Musik!

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Die hübsche Tomomi singt also, spielt Gitarre und streckt zumindest die Hälfte ihres zarten Gesichtchens in die Kamera, das Cover-Shootings betreffend. Detroit7 sind dabei so wenig zart, wie der Lederlatschen, den Charlie Chaplin in „Goldrausch“ verspeisen musste. Tomomi klingt, wenn sie singt, gröhlt, schreit, wie die sprichwörtliche Furie, mit belegter Stimme, als ob sich der Garagen-Gott höchstpersönlich noch einmal bequemt hätte. Bla bla bla, Stooges, MC 5 und die ganze Detroit-Leier sparen wir uns jetzt, denn davon hat ja Jack White schon vor Jahren die Schnauze gestrichen voll gehabt.

Drei Akkorde, dreckig und ungehobelt, irgendwie klingend, als ob Thommy Lee und Co wieder ernsthaft um die Häuser ziehen wollen, aber es sind „nur“ drei ganz drollige Japaner, die hier Krach im White Stripeschen Sinner verzapfen. „Down Beat“ erklingt an sechster Stelle, als ob Yoko Ono ein weiteres Mal die Melodieverliebtheit der Beatles mit stumpfem Krach versehen wollte, und vor allem, als ob alle Garagen-Bands der Welt sich gegen den Wohlklang verschworen hätten. Detroit7 klingen so dermaßen schräg, mitten im Song (Im Satz) wird eingezählt… Niemals stampften Standard-Riffs so schön, klangen Feedbacks so nach Auspuff, in Japan, darf man ja ansonsten kaum mehr ein Fahrzeug führen, noch eine Dampfwalze auf die Insassen loslassen. Detroit7 vs. Japan!

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