Der Tante Renate – Splitter

von Sterereo am 22. März 2009

in Musik!

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Man konnte es ihm ansehen. Als Kevin Hamann vom Intro-Praktikanten beim Interviewmarathon einen Stapel CDs in die Hand bekam, muss in ihm sein teuflischer Plan bereits gereift sein. Er hat doch tatsächlich die schöne Rubrik „Platten vor Gericht“ als unterschwelligste Werbetafel in Tabellenform für seinen Bratze-Kumpel zweckentfremdet!

Der Tante Renate kann es recht sein. Fast in jeder Spalte (in den Anderen raus redigiert?) steckt ein Hinweis auf DTR. Selbst von Dear Reader und Franz Ferdinand schlägt er den Bogen zum dröhnenden Electro-Rave von Der Tante Renate.

Solo spricht höchstens einmal eine Roboterstimme für Norman Kolodziej. Dann scheppern wenige Wortfetzen über den hoffnungslos übersteuernden Bass. Stellenweise fettester Techno für die Schlaghosenfraktion, doch dann wieder so unglaublich progressiv und experimentell, dass es nur noch in der bedingungslosen Tanzbarkeit mit den französischen Rave-Göttern von Justice zu vergleichen ist. Ob er seinen Roboterfreund gegen Kinderchörchen tauschen sollte? Nein, sicher nicht. Schließlich scheint dies Der Tante Renates Nische. Hämmernde Bässe, heulende Synthies und quäkende Loops. Dadurch eignen sich „Vagabond“, „Disconnect“ oder „Psychorobot“, allesamt mit Roboterfreund, perfekt um Wände in dunklen Kellerclubs zum schwitzen zu bringen. Oder sandige, ostdeutsche Ballerburgen. Ist Der Tante Renate eigentlich schon fürs Melt! bestätigt?

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