Der Empfang – dto.

von Benjamin am 21. November 2011

in Musik!

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Der Empfang behaupten, sie würden Avantgarde-Schlager machen. Das stimmt nicht, denn der Schlager hat nach den meisten Definitionen Gesang. Der fehlt auf dem Debüt des Quintetts um den Songwriter und Gitarristen Timo Glöckner. Aber auch das ist eigentlich falsch: Hier fehlt kein Gesang bzw. man vermisst ihn nicht!

Instrumentalmusik wird ja immer gerne als Begleitung fürs Kopfkino gesehen oder aber eben als langweilig tituliert. Der Empfang hauen neun abwechslungsreiche und spannende Songs raus. Die meisten werden von den Gitarrenläufen des Bandleaders dominiert. Aber nur vordergründig: auch die anderen Bandmitglieder haben ihre Auftritte. Zwischen Russendisko (wie gleich zwei Songs heißen), Surfgitarren, Marching Drums und 1950-Tanztee bewegt sich der Kosmos von Der Empfang. Einige Songs – wie die schon erwähnten „Russendisko“ und „Russendisko 2“ – gehen direkt ins Tanzbein, andere wie „Monster“ sind eher getragen. Rhythmisch und im 3 / 4-Takt, also im Walzertakt, erinnert „Elefant“ an psychedelischen Tanztees, der Teil eines frühen Buck-Films hätte sein können. Nicht immer ganz ernst zu nehmen, aber immer unglaublich einfallsreich und gut gemacht. Ein rundes Album, das einen viel entdecken lässt und bestimmt nicht schnell langweilt. Schrullig und liebenswert!

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