Delorean – Subiza

von Hififi am 4. Juni 2010

in Musik!

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Die Generation DJ Shadow (*1972) geht stetig den Bach runter. Selig waren die Zeiten, in denen Musikbesessene flickschusterlich ihre Vinyl-Plattensammlungen auf ihren Bestand testeten, um dann in mühsamer Kleinstarbeit Samples zusammen zu stückeln. In Zeiten der hochgelobten Memory Tapes (denen ihre Sample-Wütigkeit bereits im Namem gut zu Gesichte steht) sind es nun eben die digitalen Versatzstücke, die sich aus einem Wust aus aller Herren Länder zusammensetzen und den Dancefloor-Zeiten huldigen. Nicht ohne die verhallten Gesangsmelodien aus Shoegaze-Zeiten wieder aufleben zu lassen und sie direkt auf Dancefloor-Klassiker (die doch so recht niemand wieder hören will) zu montieren. Und? Na ja, es klingt tatsächlich irgendwie neu und es klingt irgendwie gut, aber eines ist es nicht: nämlich erfrischend. Ist es doch irgendwie nur die Weiterführung innovativer Tanzmusik, die ich in dieser doch recht fröhlichen Mischung recht offenherzig begrüße, die mich allerdings nicht sonderlich überrascht. Dazu lässt sich zwar recht offensiv in die Hände klatschen, aber irgendwie klingt alles nach Remix, ein wenig Jive Bunny & The Mastermixers-mäßig. Das Kompostieren längst vergangener (Musik-)Kulturen hinterlässt offenbar mittlerweile nur noch bei Frühgeborenen (sagen wir mal ab Ende der 70er-Jahre) Skepsis. Alle die sich nicht recht erinnern können an Culture Beat und Konsorten, wird „Subiza“ viel Spaß bereiten. Ich kann durchaus noch ein Bananen-Weizen vertragen, denn das habe ich Im Alter von 14-15 Jahren immer getrunken im Dancefloor-Schuppen meines Vertrauens.

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1 Hififi Juni 5, 2010 um 02:36 Uhr

Und die Memory Tapes habe ich angeführt, weil sie eben das wirklich gut machen: das digitale Aneinanderstückeln von wirklich guten Dance-Versatzstücken mit einer großzügigen Prise Eigenständigkeit. Ach, und bevor ich das noch vergesse: Woher kennen die Frühgeborenen noch einmal einen Namen wie Delorean? Ist nicht besonders schwer: Swo, Oli?

2 otic Juni 5, 2010 um 12:02 Uhr

Der DMC-12! *seufz*
Was für ein unlackiertes, gebürstetes, geflügeltürtes Monstrum nordirischer, größenwahnsinniger, Frühachtziger-Baukunst.

Und was war, früher wie heute, an allem Schuld? Die Krise!

Als Marty McFly das Ding 1985 aus Versehen zurück ins Jahr 1955 beförderte war ja leider schon wieder alles vorbei. Jetzt mal im Ernst. Bin ja kein Autofanatiker, aber watt ’ne Karre – auch ohne Flux-Kompensator!

Apropos Generation DJ Shadow, die neue UNKLE ist ja auch nicht sonderlich spannend geworden. Krise, Krise, wo man hinschaut.

3 swo Juni 6, 2010 um 17:28 Uhr

Eine Zeitmaschine aus einem Delorean…tststs…

Leider sehr teuer geworden, aber für 30000 Euro bekommt man schon einen.

4 otic Juni 8, 2010 um 18:42 Uhr

Ja dann weißte ja, was du zum Geburtstag kriegst…

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