Del Moe – Die High Butterfly

von Pynchon am 21. Februar 2012

in Musik!

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Aus Hessen kommt das rockfreudige Trio Del Moe, das sich laut Pressetext schon einen guten Namen als Liveband gemacht hat und mit „Die High Butterfly“ nun sein Debut vorlegt.

Der Opener „Yeah“ macht als Hommage an den Grunge der frühen 90er durchaus eine gute Figur, melodie- und gitarrenverliebt, mit einigen schönen Passagen, die eine Nähe zu Bands wie Pearl Jam oder Soundgarden erahnen lassen – zumindest mal auf Basis einer bewundernden Annäherung. Aber warum nicht? Den Rock neu erfinden wollen die Jungs sicher nicht, aber auch wenn Überraschungen und verblüffende Innovationen fehlen, ist doch nichts dabei, was mich abschrecken würde. „Drinking beer and smoking weed has been a part of me“, heißt es in einem der schönsten Stücke des Albums, „Soju“, das wunderbar entspannt seine Bahnen zieht, und auch das klingt natürlich irgendwie Retro, aber auf die sympathische Art, wie ich finde.

Schön, dass die klassischen, wohlbekannten Rocknummern immer mal wieder von ruhigeren Stücken abgelöst werden, die einen anderen Akzent setzen und erkennen lassen, dass die Band schon eine Bandbreite und ein Potential hat, dass über das bloße Zitat einer vergangenen Ära hinausgeht. „Without Guns“ ist so eine Nummer, die mit einer feinen Melodie und einem gedrosseltem Tempo überzeugt und im Gedächtnis bleibt. Auch „1234“ verströmt einen hypnotischen Flow, garniert mit feinen Riffs, routinierten Tempowechseln und einem hymnischen Gesang. Sehr gelungenes Debut, keine Frage!

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