Deftones – o2 Flash Music Konzert, E-Werk Köln, 16.10.06

von Sterereo am 19. Oktober 2006

in Feierlichkeiten

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Kaum bin ich einen Tag in Köln, geht der große Konzerterummel schon los. Am Sonntag bekomme ich von Nico die E-Mail, das Deftones in der Stadt sind und ein Gratiskonzert spielen. Da heißt es, nichts wie hin!

Doch es kommt noch besser: Dank meinem Workshop in Berlin und dem Kontakt zum Musikmagazin uncle*sallys musste ich nicht wie der gemeine Pöbel in der Kälte stehen und um Einlass bangen. Dem Gästelistenplatz sei Dank, nehme ich einen anderen Eingang und halte nach wenigen Minütchen ein VIP-Bändchen, fünf Getränkechips und die neue Single „Hole in the Earth“ in der Hand. Der VIP-Bereich ist auf dem zweiten Stock. Von der Tribüne habe ich einen super Blick über das E-Werk; Gute Konzertehalle, nicht zu groß, nicht zu klein.

Dann geht das Licht aus, wer drin ist, ist dabei. Wolfsgeheul aus den Lautsprechern, das Intro hebt die Vorfreude auf ein neues Niveau. Ganz neu ist auch der erste Song „Beware“, der Song eigentlich „Beware of the Water“ heißen sollte. Der Name hätte auch prima zum düsteren und melanchonischem Sound des Songs gepasst. Der Rest des Sets liest sich wie eine fiktive Best-Of-CD der Karlifornier: „Around the Fur“, „My Own Summer“, „Be Quite And Drive (Far Away)“, um nur wenige zu nennen. Doch auch Klassiker wie „7 Words“, „Engine No.9“ und „Root“ kamen zum Zuge. Die Meute reisst sich die Klamotten vom Leib. Wenn wir schon beim Thema sind, Chino Moreno trägt immer noch Kniestrümpfe und Shorts. Macht aber nichts, was an Modebewusstsein fehlt, macht die kraftvolle und unverwechselbare Stimme mehr als Wett. Die Band hat Spaß am performen; „Passenger“ wird komplett von Moreno gesungen, bis die Gitarren den Song in einer kurzen experimentellen Session zerstückeln.

Solide Leistung der Jungs aus Sacramento, lediglich neue Stücke mussten mit dem Hörgerät erlauscht werden. Müssen wir uns wohl noch bis zum Release am 30. Oktober gedulden, bis wir hören wie das Album und die Zusammenarbeit mit Serj Tankian sich anhört.

Eines wissen wir aber jetzt schon: die Deftones haben ihre internen Querelen überwunden und schicken sich mit einem potenziellen Hitalbum an die Welt erobern.

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