Death Cab For Cutie – Plans

von Sterereo am 8. Februar 2006

in Musik!

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Warm, zärtlich, melancholisch, intim oder einfach nur wunderschön. Das sind ausgewählte Adjektive die dieses Meisterwerk von einem Album beschreiben. Leider muss ich bis Nicos nächsten Besuch warten um zu hören, wie die Band vorher klang. Doch das Album höre ich nahezu pausenlos und dass ist ein eindeutiger (privater) Qualitätsbeweis.

Ein Album mit Plan (sorry, das musste sein) ist das sechste Werk um den kongenialen Leader der Band Benjamin Gibbard, der sich vorher bei seiner Zweitband The Postal Service ausgetobt hat. Vielleicht war daher keine Zeit den Drummer zwischen zwei „Death Cab“-Alben zu wechseln. Somit es der alte Schlagzeuger erstmals auch der Neue. Leider habe ich keine Ahnung, ob es zu hören ist oder nicht. Aber wieso sollte ich diese großartige Band nicht erst jetzt entdecken dürfen?

Diese fragilen Songs, mit doch aufmunternder Schönheit, lassen jedenfalls keinen Zweifel an der Einzigartigkeit dieses Albums – und der Band? – aufkommen. Spätestens der zweite Track lässt einem das Lächeln ins Gesicht treiben. Selten wurde so sympathisch und systematisch das Herz vor einem ausgeschüttet und doch kein dumpfes Gefühl hinterlassen. Denn die Texte sind zwar melancholisch aber nie hilflos, nie suizidal und dennoch ernst. So etwas findet im colplayischem Sumpf der Herz-Schmerz-Rockbands zu selten statt. Allerdings ist hier auch das programmatische Klavier vertreten, wie auf dem zwiespältigen „Different Names For The Same Thing“, wo es erst in der zweiten Hälfte überhaupt das Schlagzeug einsetzt. Dann wird der Song wie alle anderen zu kleinen Welten, die skurrile Geschichten eines sensiblen Eigenbrötlers erzählen. Ben Gibbard ist der (kreative) Kopf der Band und wie etwa seine ersten Gehversuche auf dem quasi Soloprojekt „You Can Play These Songs With Chords“ klingt manchmal ein Singer-Songwriter durch. So geschehen bei „I Will Follow You Into The Dark“, kein Schlagzeug, kein Bass nur Akustik und der zerbrechlich schöne Gesang. Kleine Inseln der Indie-Poplandschaft (wenn der paradoxe Begriff „Indie-Pop“ überhaupt ein Existenzrecht hat) werden so gezaubert. Wahrscheinlich werde ich vielen von euch nichts Neues damit erzählen, aber vielleicht fühlt ihr euch daran erinnert wie es war, diese Band das erste Mal zu hören. Sollte es noch ein besseres Album von ihnen als „Plans“ geben, dann werde ich es finden und lieben!

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1 Sterereo August 14, 2006 um 19:37 Uhr

Noch ein persönlicher Pluspunkt: In „I Will Follow You Into The Dark“ singt er „from Bankok to Calgary“. Und, wo verbringe ich gerade meinen Sommer? Fängt nicht mit B an…

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