Death Cab for Cutie – Narrow Stairs

von Sterereo am 2. Juni 2008

in Musik!

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Da sind sie wieder. Diese träumerischen Melodien, die auf unser sehnsüchtiges Leben in dieser seltsamen Welt zugeschnitten scheinen. Ben Gibbard und Konsorten zaubern auf „Narrow Stairs“ wieder verzückende Indie-Pop-Hymnen aus ihrem Hut und klingen dabei so wunderschön nach sich selbst.

Dort drüben, auf der anderen Seite des Teiches, da sind DCFC seit ihrem Majordebüt „Plans“ eine große Nummer. Sicher half da beständiges Namedropping in der Erfolgserie „The O.C.“ bei der fernsehgesteuerten Großmacht.

So schwierig die engen Stufen des Erfolges zu nehmen sind, für die Washingtoner geht die Wendeltreppe aufwärts. Wohl auch wegen der Bodenständigkeit im Songwriting. Ben Gibbard schreibt und sing weiter diese matt schimmernden Tagebucheinträge eines geschundenen Herzens und klingt mit seiner Band so versöhnlich nach sich selbst, als wäre es für sie das selbstverständlichste der Welt ist, diese sehnsüchtigen Songs zu schreiben. Bezugnahme auf sich selbst ist Programm, daran ändert auch die widerborstige Prog Rock-Einlage im Opener „Bixdy Canyon Bridge“ nichts. Kurz schwebt danach ein Piano in der Luft von „I Will Possess Your Heart“ und erinnert unweigerlich an den großartigen Titeltrack „Transatlaticism“ vom 2003er Album. Dann übernimmt jedoch die Rhythmusfraktion und groovt zielsicher die ersten Meter davon, bevor Gibbards Gesang sie einholt und die Zeilen so zielstrebig vorträgt, als wolle er ernsthaft dem Zuhörer sein Herz stehlen. Bestes Stück einer tollen Platte voller bemerkenswerten Liedern über das nackte Leben. Manchmal schwermütig, manchmal zuversichtlich aber immer sympathisch.

Death Cab ist eine Konsensband im positivsten Sinn. Sie machen auch auf „Narrow Stairs“ alles richtig und diesen wundervollen Indie-Pop zum Weinschlürfen, Sternegucken und Händchenhalten.

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