Dead Man's Bones – dto.

von Benjamin am 26. Oktober 2009

in Musik!

Post image for Dead Man's Bones – dto.

Dead Man’s Bones sind ein Duo mit einer Vorliebe für Geister und Zombies. Diese Leidenschaft leben sie auf ihrem Debüt musikalisch aus. Das klingt zunächst einmal verrückt. Wenn man das mit Soul, Folk, Indie-Pop vorträgt und einen Kinderchor für mehrstimmige Gesangspassagen in den Kehrversen arrangiert, dann klingt das ziemlich gut.

Die beiden Schauspieler Zach Shields und Ryan Gosling („Lars und die Frauen“) haben sich über ihre Ex-Freundinnen (Schwestern) kennengelernt und schnell gemerkt, dass sie auf einer Wellenlänge liegen. Dann wollten sie zusammen einen Song für eine Geisterliebesgeschichte aufnehmen und über die Jahre ist ein Album voller Geistersongs entstanden. Der Einstieg in das Album wird den Hörern nicht leicht gemacht: Nach dem Intro folgt ein fast textfreier Song, der zwar ruhig ist aber doch bedrohlich wirkt. Auf dem Album wird es aber munterer. Die Instrumentierung ist vielfältig und vielschichtig: Klaviere, Synthesizer, Orgeln, Gitarren, gelegentlich Bläser und Streicher. Das wichtigste Element ist jedoch der Kinderchor. Der Chor bringt Harmonie in die Geistergeschichten und ist kontrastiv zum dunklen Gesang (Nick Cave lässt grüßen) gesetzt. „Buried in Water“ könnte schon zum Stummfilm Nosferatu gespielt worden sein, „Pa Pa Power“ hat seltsame Synthezisereinsätze und wirkt sehr fröhlich. Vor allem wie dieser Kinderchor in den Songs eingesetzt wird, das nötigt mir Respekt ab! Normalerweise hasse ich Kinderchöre in Popmusik, aber hier passen die klaren Stimmen zu den dunklen Geschichten von Werwölfen und Zombies mit gebrochenen Herzen. Meiner anfänglichen Entgeisterung folgt große Begeisterung für das Album.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: