David Vandervelde – Waiting For The Sunrise

von Hififi am 29. Juli 2008

in Musik!

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Für ein Singer/Songwriter-Album ist das Drittwerk des Neu-New Yorkiners ziemlich üppig instrumentiert und erinnert dabei ein wenig an die Anfangstage eines Tom Petty‘. Sowieso ist „Waiting For The Sunrise“ eine Art Hommage an den 70’s Pop-Rock, noch nicht ganz so pompös, aber auf dem besten Wege dorthin. Heutzutage würde ich Vandervelde am ehesten in eine Schublade mit Josh Rouse stecken, der zuviel Ryan Adams gehört hat, ohne dabei dessen Pathos verinnerlicht zu haben.

Dieses Album versetzt seine Hörer in eine merkwürdig melancholische Grundstimmung, die es fast unmöglich macht, es nebenbei zu hören, denn dafür passiert hier viel zu viel. Ähnlich wie bei Ryan Adams befindet sich der Hörer permanent unter Spannung, was nun als nächstes auf ihn zukommt. Klingt bei Adams eigentlich fast jeder Song anders, so auch bei diesem jungen, aufstrebenden Liedermacher. „Cryin‘ Like The Rain“ hätte ohne weiteres auch aus der Feder eines John Lennon stammen können, so schwermütig schleppt sich dieser Song voran und wird von Vanderveldes lethargischem Gesang ins „Lennon-Universum“ katapultiert, wo er für mich immer einen Ehrenplatz einnehmen wird. „Need For Now“ ist mit 6:03 Minuten der zweitlängste Track des Albums und wird von einem zweiminütigen Orgel-Solo beendet, was ihn wiederum eigentlich eher in die 60er Jahre passen lässt, wobei dafür ist er dann auch schon wieder nicht ausufernd genug. Hier wird eh sehr gern soliert, so auch im nächsten Stück namens „Lyin‘ In Bed“, dort ist es dann aber die Gitarre die sich erstmal den Weg durch scheppernde Drums bahnen muss. Dass ist Hippie-Attitüde, die aber jederzeit wieder den Weg zurück zum Song findet, ohne zu langweilen. Ein schmaler Grat zwischen Langeweile und eben dem Gegenteil und David Vandervelde hat es mit „Waiting For The Sunrise“ bewiesen, dass er durchaus üppige Songs, mit einem Charme versehen kann, der ihm auch noch die schmalzigsten Ausbrüche („Waiting For The Sunrise“) verzeihen lässt.

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David Vandervelde – Waiting For The Sunrise

von Hififi am 27. Juni 2008

in Musik!

Für ein Singer/Songwriter-Album ist das Drittwerk des Neu-New Yorkiners ziemlich üppig instrumentiert und erinnert dabei ein wenig an die Anfangstage eines Tom Petty´, sowieso ist „Waiting For The Sunrise“ eine Art Hommage an den 70´s Pop-Rock, noch nicht ganz so pompös, aber auf dem besten Wege dorthin. Heutzutage würde ich Vandervelde am ehesten in eine Schublade mit Josh Rouse stecken, der zuviel Ryan Adams gehört hat, ohne dabei dessen Pathos verinnerlicht zu haben.

Dieses Album versetzt seinen Hörer in eine merkwürdig melancholische Grundstimmung, die es fast unmöglich macht, es nebenbei zu hören, denn dafür passiert hier viel zu viel. Ähnlich wie bei Ryan Adams befindet sich der Hörer permanent unter Spannung, was nun als nächstes auf ihn zukommt. Klingt bei Adams eigentlich fast jeder Song anders, so auch bei diesem jungen, aufstrebenden Liedermacher. „Cryin´ Like The Rain“ hätte ohne weiteres auch aus der Feder eines John Lennons stammen können, so schwermütig schleppt sich dieser Song voran und wird von Vanderveldes lethargischem Gesang ins „Lennon-Universum“ katapultiert, wo er für mich immer einen Ehrenplatz haben wird. „Need For Now“ ist mit 6:03 Minuten der zweitlängste Track des Albums, wird von einem zweiminütigen Orgel-Solo beendet, was ihn wiederum eigentlich eher in die 60er Jahre passen lässt, wobei dafür ist er dann auch schon wieder nicht ausufernd genug. Hier wird eh sehr gern soliert, so auch im nächsten Stück namens „Lyin´ In Bed“, dort ist es dann aber die Gitarre die sich erstmal den Weg durch scheppernde Drums bahnen muss. Dass ist Hippie-Attitüde, die aber jederzeit wieder den Weg zurück zum Song findet, ohne zu langweilen. Ein schmaler Grat zwischen Langeweile und eben dem Gegenteil und David Vandervelde hat es mit „Waiting For The Sunrise“ bewiesen, dass er durchaus üppige Songs, mit einem Charme versehen kann, der ihm auch noch die schmalzigsten Ausbrüche („Waiting For The Sunrise“) verzeihen lässt.

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