Datarock – Red

von Pynchon am 6. Juni 2009

in Musik!

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Das auf elektronisch untermalten Rock spezialisierte Duo aus Norwegen, das 2005 mit dem Debüt „Datarock“ die Musikbühne betrat, legt nun mit „Red“ nach und gibt sich dabei alle Mühe, die Zuhörerschaft auf die Tanzfläche zu peitschen.

Der Opener „The Blog“ ist eine Collage aus Radioschnipseln (vielleicht in Würdigung des inzwischen längst vergessenen Paul Hardcastle?), Drum-Machine und wummernden Rhythmus, und auch „Give it up“ steuert in seiner Zeitreise zurück in die 80er Jahre mit seinem Synthie-Pop, künstlich und auf Tanzbarkeit getrimmt – Heaven 17 klingen unverkennbar durch. Überhaupt scheint das gesamte Album dem Thema Retro gewidmet, so ist das programmatische „Dance!“ eine 70´s-Nummer, die mich in ihrer Elektro-Pose nicht mitreisst. Zum Glück übernimmt im folgenden „Molly do it your way“ ein packender Gitarrenriff das Kommando, eine ganz tolle Nummer und eine Hommage an den kurzzeitigen Teenie-Star des 80er Jahre Highschoolfilms á la „Pretty in Pink“, Molly Ringwald. Ein Highlight, unbedingter Anspieltipp!

Interessant und natürlich weiterhin streng Retro, das Instrumental-Stück „Fear of Death“, das typisch 50er Jahre Orgelpfeiffen-Sound mit lässigen Gitarrenklängen paart, eine schräge Nummer, hat was. Das trifft aber längst nicht auf alle Stücke zu, manches zündet einfach nicht so. Den vorgegebenen Weg „Back to the Seventies“, so ein weiterer programmatischer Titel, kann man zwar mitgehen, richtig zwingend ist er jedoch nicht. Die stärkeren Stücke sind für mich ohnehin die Gitarren-dominierten ohne übertriebenen Elektro-Einmischung, so wie „Not me“, einer der letzten Songs auf dem Album, oder auch der gleichermaßen sehr schöne wie auch unbetitelte Bonus-Track.

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