Dashboard Confessional – Alter The Ending

von Hififi am 10. April 2010

in Musik!

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Dashboard Confessional sind so brav, sie könnten glatt als die perfekten Schwiegersöhne der alternativen Musikszene durchgehen. Dabei so konstant belanglose Musik zu schreiben und aufzunehmen ist schon wieder anerkennenswert, zumal der ganz große Erfolg bisher ausblieb. Außer es gilt als Erfolg mit Bon Jovi getourt zu sein und eine Single („Stolen“) mit unserer Lieblingsband Juli neu vertont zu haben. Trotzdem hat es sich finanziell wohl mittlerweile bezahlt gemacht und der Emo der Anfangstage musste mittlerweile dem glattgebügelten Popappeal jeder zweiten Radio-Eintagsfliege weichen.

„Alter The Ending“ ist laut Chris Carrabba ein Neuanfang, ein wieder Aufrichten nach einigen Schicksalsschlägen die das Leben für ihn bereit hielt und so klingen die zwölf Songs durchweg positiv, der Grundstein scheint somit gelegt. Anstatt der Frustbewältigung wählt er lieber die Flucht nach vorn. Und schon klingen die einzelnen Songs nicht unbedingt weniger beliebig, aber zumindest ein stückweit weniger konstruiert. Aber fangen wir mal von vorn an: da war ja anno 1999 Jimmy Eat Worlds „Clarity“, das für Furore sorgte und in dessen Fahrwasser Carrabba gerne mitschwamm, erst einmal solo und akustisch. Spätestens mit „A Mark A Mission A Brand A Scar“ war der typische Dashboard Emo-Sound etabliert und in abgewandelter Form ist er ebenfalls auf „Alter The Ending“ vertreten. Jetzt fällt es etwas schwer die zwölf Songs zu unterscheiden, klar ist gleich der Opener ein veritabler Radiohit („Get Me Right“) und an zweiter Stelle („Until Morning“) sind Dashboard Confessional ein weiteres Mal geradezu penetrant Emo, dass es eigentlich nicht zum Aushalten ist. Und so geht es weiter, mal gut, mal weniger gut erträglich, dafür aber immer eingängig.

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{ 2 Kommentare… read them below or add one }

1 otic April 10, 2010 um 19:34 Uhr

Du wirst doch nicht etwa altersmilde, Nico?

2 Hififi April 11, 2010 um 21:34 Uhr

Es ist wirklich nicht so schlimm, dass es eine Watschen rechtfertigen würde. Aber wahrscheinlich werde ich langsam wirklich altersmilde.

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