Damage Threshold – Four Of A Kind

von JonesKorn am 9. Januar 2010

in Musik!

Post image for Damage Threshold – Four Of A Kind

Ziemlich geradeaus und ein durchgängig hartes Brett spielen Damage Threshold auf Ihrem kompakten Debüt, das bereits Mitte 2009 erschienen ist.

Die vier Jungs aus Deutschlands Süden bieten Hardcore, der mit seinen Riffs streckenweise auch im Metal seine Heimat finden könnte (besonders stark fällt dies bei „Save the best for last“ auf). Musikalisch tätig sind die einzelnen Bandmitglieder schon seit längerer Zeit, wenn auch in unterschiedlichen Bands und nicht wirklich gemeinsam. Ab 2007 fand man sich dann nach und nach zusammen, schrieb eigene Stücke und nach einigen Live Auftritten geht es letztlich 2008 ins Studio: mit dem hier vorgestellten Ergebnis.

Es geht von Anfang an hart zur Sache und es gehen unterwegs weder die Spannung, die Härte noch das Tempo verloren. Das wäre bei den nur gut siebzehn Minuten Spielzeit für die sechs Titel von Four Of A Kind allerdings auch schon ein beeindruckendes Kunststück und kein wirklich gutes Zeichen.

Die Produktion ist stark basslastig, so dass die Titel immer wieder etwas dumpf klingen, und der Gesang geht stellenweise leider etwas unter. Diese Wermutstropfen trüben den Hörspaß etwas. Es gibt keine progressiven oder experimentellen Elemente sondern einfach immer nur auf die Mütze. Man bekommt den deutlichen Eindruck, dass die Stücke sich nicht in einem Studio für die Pressung auf Kunststoffscheiben einfangen lassen sondern vielmehr auf die Bühne in engen verschwitzten Clubs drängen.

Insgesamt eine schöne Neuerscheinung. Nicht radiotauglich sondern roh. Mit interessanten unmodernen Ecken und Kanten. Das macht zumindest Lust auf mehr, vielleicht auch auf einen echten Langspieler, gibt aber keinen Innovationspreis. Aber den wollen Damage Threshold mit diesem Album sicher auch gar nicht.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: