Daily Bread – Well You’re Not Invited

von am 5. Juni 2011

in Musik!

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Musik aus Holland = Rotterdam-Gabba und De Heideroosjes? Wie auf Hififi.de bereits an anderer Stelle angedeutet, sind die Niederlande für viele Hörer musikalisch unkartografiertes Gelände. Vielleicht tragen ja diese drei jungen Electropunks aus der friesländischen Provinz dazu bei, ein bisschen Licht ins dunkle Käseland zu bringen. Allerdings müsste da noch etwas mehr Originalität zugeschossen werden, denn „Well You’re Not Invited“ ist zwar ein zappeliges Up-To-Date-Tanzalbum mit der nötigen Portion Arroganz, Sex und Frische, um für Bewegung in den Clubs und auf den Festivals zu sorgen. Aber sie haben sich nun einmal ein Genre ausgesucht, dass bereits vielfach und höchst erfolgreich von zahlreichen anderen Acts abgefeiert wurde und so schnelllebig ist wie sonst höchstens noch die Computerbranche. Da wird es für alle Beteiligten anstrengend, wenn sich noch eine Newcomer-Band zwischen Beats und Noise behaupten möchte. Auf der anderen Seite pendelt die Daily-Bread-Spiegelkugel hübsch abwechslungsreich zwischen Heroin-Chic, Bis-Casiopop-Niedlichkeit und Punk-Suff hin und her, dass kaum Langeweile aufkommt. Manchmal, wie zum Beispiel im wunderbar schmutzigen „Blabbermouth“, fällt sie gar mit einem krachenden Geräusch von der Decke und landet platschend im schweißgefüllten Rotzeimer, der die ganze Zeit darunter stand. Genau das sind die Momente, in denen „Well You’re Not Invited“ richtig Laune macht. Das jetzt in Deutschland offiziell veröffentlichte Debütalbum hat schon zwei Jahre auf dem Buckel, was man ihm teilweise durchaus anhört. Bleibt abzuwarten, ob Daily Bread den Schritt in die Eigenständigkeit mit der nächsten Platte vollenden.

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