Creed – Full Circle

von Hififi am 21. November 2009

in Musik!

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Ich habe ja ernsthaft darüber nachgedacht diese Promo jemand anderem aufs Auge zu drücken, aber das wäre irgendwie schäbig gewesen, nachdem ich vor kurzem verkündet habe, jeder müsste mal in den sauren Apfel beißen und ein weniger gelungenes Album besprechen. Mein saurer Apfel heißt „Full Circle“, ist von Creed und ich fühle mich gerade wie ein Märtyrer.

Die drei Vorgänger-Alben haben in den USA zusammen über 26 Millionen Abnehmer gefunden! (Ich lass das jetzt einfach mal unkommentiert). Wie oft habe ich in Verbindung mit Three Doors Down oder eben auch Creed folgenden Satz gehört: „Ich find‘ die eigentlich gar nicht soo schlecht“? Offensichtlich immerhin in dem Wissen, dass es sich nicht gehört diese Bands „gar nicht soo schlecht“ zu finden. Ich habe versucht Verständnis aufzubringen, denn „With Arms Wide Open“ lag schon ein paar Tage zurück und weil ich einfach gerne versuche Verständnis aufzubringen. Im musikalischen Sinne „politisch korrekt“ sind solche Aussagen nicht und nie gewesen. Neo Grunge war mit das Schlimmste, was die 90er erdulden mussten, vielleicht zusammen mit Nu Metal und Creed waren ganz vorne dabei, wie sich leicht an ihren Verkaufszahlen ablesen lässt. Noch schlimmer als der Song („With Arms Wide Open“) ist das Video: Scott Stapp steht irgendwo auf einem Berg rum und wartet mit weitgeöffneten Armen (seine Lieblingsgeste!) darauf das der liebe Gott ihm ein Zeichen geben möge. Dann gibt es ein Sternschnuppen-Inferno. Ach, was habe ich gehofft der Himmel würde ihm auf den Kopf fallen, oder zumindest eine dieser Himmelserscheinungen das wallende Brusthaar versengen, was leider nicht geschah. Jedenfalls konnte ich mich herrlich über diese Art der Selbstwahrnehmung ärgern, noch nicht einmal mehr lustig machen, nur noch ärgern. Ganz kurz noch zur Musik auf „Full Circle“, weil sie eigentlich der Rede nicht wert ist: Bei Creed brat(z)en heutzutage die Gitarren ein wenig mehr, sie haben sogar noch weniger(!) mittelmäßige Melodien geschrieben und Stapp’s Stimme nervt wie Sau. Es lässt sich viel über eine Reunion z.B. von Alice in Chains streiten, bei Creed sieht das anders aus, denn Creed sind das Schlimmste, was diesem Jahr bisher wiederfahren ist.

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