Condo Fucks – Fuckbook

von Hififi am 17. März 2009

in Musik!

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„This is not the new Yo La Tengo album“ steht es Schwarz auf Weiß auf einem kleinen unscheinbaren Sticker auf der Frontseite des neuen Yo La Tengo Albums. Hä? Ja genau! Condo Fucks sind Georgia Hubley, Ira Kaplan und James McNew, die eine Reihe Coverversionen live eingespielt haben und das klingt so roh und unverbraucht, dass sie den ganzen LoFi- und Garage-Bands gleich doppelt in den Arsch treten. Zum einen, weil die Drei schon seit 25 Jahren im Geschäft sind und kein Stück altersmilde und zum anderen, weil ein Take anscheinend reicht um mehr Authentizität zu transportieren, als es neue Bands jemals könnten.

Um Condo Fucks ranken sich einige Mythen, so sollen sie in den 90ern bereits einige bahn brechende Alben auf den Markt gebracht haben, so stark limitiert, dass sie den Besitzer nur für den Preis eines Kleinwagens wechseln. Quatsch mit Soße, mit Sicherheit, aber großartig, die Rückseite des Booklet kündet von fünf früheren Condo Fucks-Werken, die Tracks mit Titeln wie „I Shit You Not“ und „New London Calling“ enthalten sollen. Und jetzt sind sie wieder da und covern die Troggs, Slade und die Beach Boys und zwar in den dreckigsten Rock ’n‘ Roll-Versionen, die es für Geld zu kaufen gibt. Dabei macht dieses Album von der ersten Sekunde an Spaß und genau den werden Condo Fucks auch gehabt haben, als sie dieses Manifest gegen lange Studioaufenthalte eingespielt haben. 35 Minuten Krach auf hohem Niveau, der wie hingerotzt klingt, den aber in dieser Konsequenz wohl nur wenige Bands abliefern wollen und können. Gleichzeitig ist „Fuckbook“ eine Reminiszenz an ein Album aus dem Jahre 1990 namens „Fakebook“ von einer Band, die in dieser Rezension schon Erwähnung gefunden hat.

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