Collapse Under The Empire – The Sirens Sound

von carsten am 21. Juni 2010

in Musik!

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Jede Band versucht natürlich, einen Namen zu finden, der zur Musik passt. Ohne einen Ton gehört zu haben (und ohne ein Cover gesehen zu haben), weiß die Omi, dass sie an Cannibal Corpse keinen Gefallen finden wird, hingegen wird der durchschnittliche Metalfan einer Neuerscheinung der Kastelruther Spatzen wohl nicht mal die Chance geben, angehört zu werden. Ein Faible für lange und mysteriöse Namen haben ganz besonders Bands des Post-Rock entwickelt: 65daysofstatic, Explosions in the Sky, God is an Astronaut, Godspeed You! Black Emperor, I Love You But I’ve Chosen Darkness usw.

Auch Collapse under the Empire passen wunderbar in diese Reihe. Vom Namen und musikalisch, denn das vorliegende, lediglich 35 Minuten lange Album bietet auf fünf Tracks ziemlich genau das, was zu erwarten war. Lange, melodische Instrumentalstücke; die beschreibenden Vokabeln sind hinlänglich bekannt und allesamt mit Phrasenschweinabgaben belegt. Das ist gute und ordentlich produzierte Musik, die gegenüber des Stands der Technik des Genres verstärkt elektronische Klänge einarbeitet, was mitunter durchaus frisch klingt. Trotzdem hat man das ganze so oder ähnlich schon recht häufig gehört. Ist ja nett, wenn Bands auf den 3-Minuten Popsong und seinen DIN-Standard aus Strophe-Refrain-Bridge verzichten, aber wenn die Alternative aus den immer gleichen Dynamikwechseln und Gitarrenwänden (da macht es jetzt doch plong) besteht, langweilt das eben auch irgendwann. Wer Post-Rock mag sollte der Band aber eine Chance geben – in einem konservativen Umfeld sind schon kleine Änderungen große Neuigkeiten.

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