Cold War Kids – Mine Is Yours

von Benjamin am 20. Januar 2011

in Musik!

Post image for Cold War Kids – Mine Is Yours

Nach der eher enttäuschenden EP „Behave Yourself“ legen Cold War Kids ein neues Album vor. Voller Indie, weniger verschroben zwar, aber mit Ohrwürmern und Hits am Stück. Das ganze ohne dem Pop zu verfallen oder sich selbst zu verraten.

„Mine is Yours“ startet mit dem Titeltrack als Opener. Der geht ins Ohr und in die Beine. Die Single „Louder Than Ever“ folgt und zeigt an: Nicht lauter als immer, aber die Mischung zwischen Angriff aufs Radio und Bewahrung der eigenen Schrulligkeit kann sehr gut funktionieren. Irgendwas scheint mit den Cold War Kids passiert zu sein. Bestes Beispiel ist vielleicht „Bulldozer“: Irgendwo zwischen Queen und Joy Division aber immer Cold War Kids. Sänger Nathan Willett zeigt, dass er auch in der Lage wäre Radio-Pop zu performen, scheut auch die großen Gesten nicht mehr, klingt aber nie künstlich. Die Authentizität bleibt, die Experimentierfreude auch, die Gitarre wirkt weiterhin ein bisschen verstimmt, die Percussions spielen auch weiterhin ein große Rolle. Der Produzent war übrigens Jacquire King, der auch für das letzte Kings Of Leon Werk war. Was bei der Followill-Familie nicht so richtig zünden wollte, klappt bei den Cold War Kids hervorragend, denn Mine Is Yours ist ein sehr gutes Album und auch eins, auf das sich viele einigen können werden. Ich bin begeistert!

Share Button

{ 3 Kommentare… read them below or add one }

1 Sterereo Januar 23, 2011 um 18:05 Uhr

Ohje, also ich tue mich sehr schwer mit der Platte. Mir fehlt irgendwie alles was Robbers and Cowards hatte. Keine verschorbenen Geräusche, Geklimper oder Vergleichbares. Es ist wirklich so die Kings of Leon-Version der alten Band. Tolle Stimme, nach wie vor, aber absolut schnörkellose Radiosongs. Ich mag wohl „Louder than Ever“, für das was es ist, aber die Verehrung wie für „We Used To Vacation“ stellt sich auch nach mehrmaligen hören mit gutem Willen nicht ein. Witzig, wie „Bulldozer“ mich erst an „Hang Me Up To Dry“ erinnert und dann eine ganz andere Richtung einschlägt. Wie dem auch sei. Ich mochte Cold War Kids für ihre Verspieltheit, die ist aber großteils auf der Strecke bleibt. Schade. Zündet nicht.

2 RockinBen Februar 2, 2011 um 11:53 Uhr

Das Album läuft weiter auf Heavy Rotation bei mir. Geschmäcker sind verschieden, aber ich muss sagen: Gute Songs sind gute Songs sind gute Songs. Einfach mal in Ruhe „Out of the Wilderness“ hören, mein derzeitiger persönlicher Anspieltipp neben den häufig erwähnten „Bulldozer“, „Mine is Yours“ und „Louder than ever“…

3 Pynchon Februar 3, 2011 um 11:49 Uhr

Ein wenig „off topic“, weil es nicht ums aktuelle Album geht, aber gestern lief in einer Wunschsendung auf go-tv (österreichischer Musik-Sender) der Song „Hospital Beds“. Hatte ich lange nicht gehört und wurde mir eureka-mäßig wieder bewusst, was für ein großartiger Song das ist! Dem neuen Album muss ich mich auch mal bei Gelegenheit widmen.

Previous post:

Next post: