Cold War Kids – Karlstorbahnhof Heidelberg, 14.07.09

von Kathy am 19. Juli 2009

in Feierlichkeiten

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Die Cold War Kids sind auf Promotion Tour für ihre zweite Platte „Loyality to Loyality“. Es gibt jede Menge neuer Songs, aber erfreulicherweise auch viel von den heissgeliebten Liedern des Debütalbums.

Los geht es aber mit The Astronaut’s Eye, einer fünfköpfigen Band aus der Pop-Akademie Schmiede Mannheim, die sich dem alternativen Indie-Pop verschrieben hat und um viertel nach neun in die Saiten und Tasten greift, um uns in der nächsten Dreiviertelstunde eine ziemlich bunte Mischung aus ihrem noch jungen Repertoire zu präsentieren. Dabei sollen ihre Lieder Geschichten aus dem Leben erzählen, wie Sänger Julian Scharpf berichtet – ernste Songs über die Erfahrung mit dem Tod („Don’t go“), einem Mädchen, das auszieht die große Liebe zu finden oder aber auch etwas banalere Themen wie die Vorzüge eines Fernsehnachmittags auf der Couch („I love TV“). Alles in allem wird ein breites Spektrum präsentiert, das ins Ohr geht und Lust auf mehr macht.

Nachdem die fünf Astronauten der Bühne entschwebt sind, gehen noch mal die Roadies ans Werk und bereiten das Equipment für die Cold War Kids vor. Der Soundcheck gestaltet sich aufgrund einiger technischer Probleme etwas zäh, so bleibt noch Zeit für ein Bier. Dann gibt es grünes Licht und die Cold War Kids werden unter Applaus von ihrem Publikum auf der Bühne empfangen.

Der Auftakt geht mit „Mexico Dogs“ direkt ins Bein. Zwar hat Sänger Nathan Willet in den ersten Minuten noch mit der Technik zu kämpfen und muss zwischen drei der aufgestellten Mikros hin und herspringen bis seine Stimme in vollem Glanz erklingt. Das tut dem treibenden Groove aber keinen Abbruch, die Situation wird professionell und mit Humor von den Cold War Kids gemeistert. Überhaupt wirken die vier an den Instrumenten und auf der Bühne durchweg routiniert.

Die Band ist nun ständig in Bewegung, Willet wechselt bei jedem Lied und manchmal auch währenddessen seinen Platz zwischen Gitarre, Keyboard und Klavier, wobei er so den ein oder anderen Meter auf der Bühne hinter sich lässt. Als Kontrast dazu hält sich das Bühnenbild zurück und verzichtet auf aufwendige Lichteffekte oder sonstigen Schnickschnack – man kann sich voll und ganz auf die Hauptakteure konzentrieren. Und diese geben alles – man ist mit Leidenschaft bei der Sache, so viel steht fest.

Nathan Willets Stimme ist dabei ein wesentlicher Faktor, die der Musik der Cold War Kids seinen charakteristischen Stempel aufdrückt. Gewohnt durchdringend wie bei „Something is not right with me“ oder aber hoch, fast frauenähnlich bei „Relief“. Dazu schwingende Gitarrenhälse von Matt Maust und Jonnie Russell, die vorwärtstreibenden Drums von Matt Aveiro und Schweisstropfen.

Der Höhepunkt stellt an diesem Abend ohne Frage „Hospital Beds“ dar, zu dem auch die letzten Besucher von der Raucherpause zurück zur Bühne kehren. Danach ist Schluss, die Menge fordert Zugabe und wird mit „We used to Vacation“ und „Saint John“ belohnt. Ein toller Abend, ein toller Auftritt!

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Cold War Kids – Karlstorbahnhof Heidelberg, 14.07.09

von Kathy am 19. Juli 2009

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Die Cold War Kids sind auf Promotion Tour für ihre zweite Platte „Loyality to Loyality“. Es gibt jede Menge neuer Songs, aber erfreulicherweise auch viel von den heissgeliebten Liedern des Debütalbums.

Los geht es aber mit The Astronaut’s Eye, einer fünfköpfigen Band aus der Pop-Akademie Schmiede Mannheim, die sich dem alternativen Indie-Pop verschrieben hat und um viertel nach neun in die Saiten und Tasten greift, um uns in der nächsten Dreiviertelstunde eine ziemlich bunte Mischung aus ihrem noch jungen Repertoire zu präsentieren. Dabei sollen ihre Lieder Geschichten aus dem Leben erzählen, wie Sänger Julian Scharpf berichtet – ernste Songs über die Erfahrung mit dem Tod („Don’t go“), einem Mädchen, das auszieht die große Liebe zu finden oder aber auch etwas banalere Themen wie die Vorzüge eines Fernsehnachmittags auf der Couch („I love TV“). Alles in allem wird ein breites Spektrum präsentiert, das ins Ohr geht und Lust auf mehr macht.

Nachdem die fünf Astronauten der Bühne entschwebt sind, gehen noch mal die Roadies ans Werk und bereiten das Equipment für die Cold War Kids vor. Der Soundcheck gestaltet sich aufgrund einiger technischer Probleme etwas zäh, so bleibt noch Zeit für ein Bier. Dann gibt es grünes Licht und die Cold War Kids werden unter Applaus von ihrem Publikum auf der Bühne empfangen.

Der Auftakt geht mit „Mexico Dogs“ direkt ins Bein. Zwar hat Sänger Nathan Willet in den ersten Minuten noch mit der Technik zu kämpfen und muss zwischen drei der aufgestellten Mikros hin und herspringen bis seine Stimme in vollem Glanz erklingt. Das tut dem treibenden Groove aber keinen Abbruch, die Situation wird professionell und mit Humor von den Cold War Kids gemeistert. Überhaupt wirken die vier an den Instrumenten und auf der Bühne durchweg routiniert.

Die Band ist nun ständig in Bewegung, Willet wechselt bei jedem Lied und manchmal auch währenddessen seinen Platz zwischen Gitarre, Keyboard und Klavier, wobei er so den ein oder anderen Meter auf der Bühne hinter sich lässt. Als Kontrast dazu hält sich das Bühnenbild zurück und verzichtet auf aufwendige Lichteffekte oder sonstigen Schnickschnack – man kann sich voll und ganz auf die Hauptakteure konzentrieren. Und diese geben alles – man ist mit Leidenschaft bei der Sache, so viel steht fest.

Nathan Willets Stimme ist dabei ein wesentlicher Faktor, die der Musik der Cold War Kids seinen charakteristischen Stempel aufdrückt. Gewohnt durchdringend wie bei „Something is not right with me“ oder aber hoch, fast frauenähnlich bei „Relief“. Dazu schwingende Gitarrenhälse von Matt Maust und Jonnie Russell, die vorwärtstreibenden Drums von Matt Aveiro und Schweisstropfen.

Der Höhepunkt stellt an diesem Abend ohne Frage „Hospital Beds“ dar, zu dem auch die letzten Besucher von der Raucherpause zurück zur Bühne kehren. Danach ist Schluss, die Menge fordert Zugabe und wird mit „We used to Vacation“ und „Saint John“ belohnt. Ein toller Abend, ein toller Auftritt!

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1 Hififi Juli 23, 2009 um 00:26 Uhr

Ohne Frage, „Hospital Beds“ ist wirklich ein Höhepunkt, live wie auf Tonträger und ich möchte an dieser Stelle unsere Kathy bei Hififi.de Willkommen heißen und wünsche mir viele Beiträge dieser Güteklasse aus dem fernen Süden. Vielen Dank für diese erste Kostprobe!

2 Justy Juli 23, 2009 um 10:30 Uhr

auch toll in der coverversion von florence and the machine 😉

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