Chris Laney – Pure

von JonesKorn am 29. März 2009

in Musik!

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Schon im zarten Alter von 13 Jahren war Chris Laney als Musiker aktiv und wollte sich dabei nicht auf ein Instrument beschränken: er beherrscht unter anderem Gitarre, Klavier und Schlagzeug. Dennoch hat er zunächst als Produzent, Songwriter und Gastmusiker von sich Reden gemacht, bevor er 2009 sein erstes Soloalbum auf die Hörerschaft loslässt.

Musikalisch unterstützt wird der Schwede hierbei von Johan Koleberg (u.a. Animal) am Schlagzeug und Nalle Påhlsson (u.a. Therion) am Bass sowie einigen weiteren Gastmusikern auf den verschiedenen Stücken. Die übrigen Instrumente, allen voran die Gitarre, sowie den Gesang übernimmt Laney selbst. Auch die Produktion und das Songwriting stammen überwiegend aus seiner Feder.

Ein Mehrfachtalent also, das uns hier handfesten schwedischen Hard Rock ohne große Schnörkel, aber leider auch ohne große Höhepunkte beschert. Dominiert wird die Scheibe hauptsächlich von Titeln, die mehr oder weniger nur aus dem Refrain – und der wiederum nur aus dem Songtitel – zu bestehen scheinen. Man möchte und kann hier sofort mitsingen. Garniert werden die Titel mit einigen schönen Gitarrensoli; gleich der Opener „Situation“ bedient genau diese Klischees. Hier zupft übrigens Vic Zino (Hardcore Superstar) im Solo die Saiten. Die obligatorische Ballade „Skin on skin“ kommt erst als vorletztes Stück und wer mag, kann hierbei ab und zu an Alice Cooper denken.

Die Scheibe klingt nie schlecht. Die Qualität der Musiker stimmt definitiv und auch die Produktion ist blitzsauber. Doch leider bieten die Stücke zu wenig Abwechslung und ich konnte kein echtes Meisterstück ausmachen. Und genau hier liegt auch ein Problem: spätestens beim vierten Durchlauf ist das alles nicht mehr aufregend; aus musikalischer Sicht bietet nur „Pride b 4 the fall“ gegen Ende mit orientalischem Flair etwas Kontrast.

Wer also mit Hard Rock und Hair Metal etwas anfangen kann und will, kann sich selbst hiermit einen Gefallen tun und sich einen fähigen frischen Interpreten ins Gehör holen. Wer etwas mehr Herausforderung und Abwechslung sucht, dem kann ich die Scheibe nur bedingt ans Herz legen.

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