Cherry Ghost – Beneath this burning shoreline

von Benjamin am 26. Juli 2010

in Musik!

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Für mich als Obstbrandfan haben Cherry Ghost schon mal mit dem Namen alles richtig gemacht. Auch die Musik erzeugt ein wohliges Gefühl im Magen: Pop, Folk, Rock, Psychedlisch – aber immer bereit als Musicalsong eingesetzt zu werden. Selbst bezeichnet die Band ihre Musikrichtung als Emotronic und deshalb wissen wir jetzt alle, was die Fünf aus Manchester für Musik machen.

Der Opener „We Sleep On Stones“ erinnert an The Coral, der Gesang auch an Mark Lanegan. Erhabene Dramatik – durch Streicher und Western-/Surfgitarre erzeugt – gibt dieser gelungenen Albumeröffnung den Anstrich einer Musicalrevue. „Month of Mornings“ würde auch als The National Song überzeugen. Die große Showtreppe wird wieder mit „Kissing Strangers“ betreten. Popmelodie, Streicher und Bläser – Bombast. Ganz große Songwriterkunst zeigt sich bei „My God Betrays“: Eine akustische Gitarre wird von einem gefühlvollen Drumming begleitet. Allerdings baut sich ein bedrohlicher Bass ganz langsam auf, Streicher setzen ein und die Stimmung kippt ins Ängstliche. Die Songs erzählen Geschichten verschiedener Charaktere und mit einer gewissen Düsternis. Hier kommt einem Nick Cave in den Sinn, der sicherlich bei den Texten als Vorbild diente. Insgesamt müssen die Tindersticks noch als Referenz erwähnt werden. Nur: was mit Emotronic gemeint sein könnte, weiß ich immer noch nicht.

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