Castrovalva – S/T Mini Album

von Benjamin am 24. April 2009

in Musik!

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Ein Duo aus Leeds macht sich auf, mit Instrumentalmusik die Rockwelt zu erschüttern. Anders kann man das nicht formulieren. Ein Bass, ein Schlagzeug und eine riesige Menge Effektgeräte, da benötigen Castrovalva keinen Sänger mehr. Wobei: der kürzeste Song dieser 8-Track-EP wird mit dem Gesang des Künstlers Lemun Smith aufgepeppt.

„Max Rhodes“ fängt mit einer Radiostimme an, bevor Bass und Schlagzeug gewittermäßig einfallen. Beim ersten Hören hat man das Gefühl: hier wollen 2 Jungs Krach machen. Aber so nach und nach erschließt sich das ganze. Mal stehen die Drums im Vordergrund, mal ein wummernder Bass, dann wird ein Effektgerät bemüht, dann das Wah-Wah-Pedal. „We don’t go to Ravenholm“ groovt nach vorne. Man denkt an einen experimentellen Queens of the Stone Age-Song. Den Beginn von „Dream Carpet“ kann man noch mit System of a down vergleichen. Wobei dieser Song sich zu einer echten Rocksau entwickelt. Hier wird alles auf den Punkt gebracht, obwohl man ja eigentlich bei Instrumentalbands lange Jams erwartet: Hier dauert kein Song länger als 3min 20sec. „Bison Scissor Kick“ ist mein persönliches Lieblingsstück. „London kills me“ gibt 2 Minuten Atempause und spielt ein wenig mit Effektgeräten und Synthies (?), aber es kommt ohne Drums aus. Vielleicht kann man Castrovalva noch mit Death from above 1979 vergleichen, wobei durch den fehlenden Gesang Castrovalva weniger greifbar werden. Jedenfalls habe ich selten so viel Spaß beim Hören von instrumentaler Rocksongs gehabt. Diese 20min Musik sind was Besonderes!

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