Caspian, EF, Tides Of Nebula – Magnet Berlin, 08.12.2010

von alex am 9. Dezember 2010

in Feierlichkeiten

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Die Post-Rock-Runde im Magneten eröffnet die 2008 gegründete Band Tides Of Nebula aus Warschau um ihr Erstlingswerk „Aura“ vorzustellen. Gleich zu beginn eine Wall-Of-Sound, die jene vier Musiker dort auftürmen. Schlagzeuger Tomasz Stolowski spielt krumme Takte, während die Gitarristen Waleszynski und Karbowski gemeinsam mit Bassist Weglowski Wände bauen. Der Sound der Band klingt sehr erwachsen, weiß zu gefallen und steht den nachfolgenden EF kaum nach. Gegen Ende des Sets wird sich artig bedankt und zu meinem Erstauen zugegeben, man habe selten ein so großes Konzert gespielt. Sehr Empfehlenswerte Band für Freunde des Genres!

EF verschwimmen im Nebel der Bühne, es erklingt Gitarrenfeedback wie man es schon auf „Spirit Of Eden“ der späten Talk Talk gehört hat. Auch hier Gitarrenwände, stoisch wiederholte Harmonien. Die fünf Schweden wissen, wie schöne Musik zu spielen ist. Ihr drittes Album „Mourning Golden Morning“ ist derweil erschienen. Viele Mid-Tempo Nummern finden sich darauf, mit dem Titel „Sons Of Ghosts“ lassen sie gar Gesang in ihren Bandkosmos einfließen. Stücke wie „K-141 KYPCK“ wissen auch live zu gefallen. Doch irgendwann stellt sich bei mir – sicher aufgrund des langen Tages den ich hatte, aber auch durch das übergewicht an Stücken mit ähnlichem Tempo – eine gewisse Ermüdungserscheinung ein. Trotzdem, eine hervorragende Band die den Auftritt mit einem fulminanten Stroboskop-Gewitter beendet.

Kurz darauf betreten die sechs Jungs von Caspian aus Beverly, Massachusetts die Bühne. Ihren Breitwand-Sound entwickelten sie mehr aus der Not heraus, da sich zu Beginn der Bandgründung im Herbst 2003 einfach kein passender Sänger fand. Ein Filmzitat, unterlegt von The Notwist-artigem Elektronik-Klacken untermalt den Start des Auftritts. Deutlich härtere Gitarren als noch bei EF; ruhige Parts mit Gitarrenfeedback wechseln sich mit lauten Passagen ab, dazu wabert ein Synth-Sound. Nahezu das gesamte Set in Dunkelheit gehüllt legen die Amerikaner Wiederholung über Wiederholung, nahezu hypnotisch. Auch meinen Lieblings-Song der Band – „Malacoda“ – vom neuen Album „Tertia“ spielen sie. Mit gegen Abgrund wirbelnden Gitarren findet der Abend im Magnet einen gelungenen Abschluss. Danke dafür!

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