Carsten Klatte – dto.

von Benjamin am 26. April 2010

in Musik!

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Carsten Klatte gehört zur Liveband von Project Pitchfork, Wolfsheim und Peter Heppner. Außerdem hat er einige Sachen unter dem Namen Lacasa del Cid veröffentlicht. Nun gibt es das erste Album unter seinem eigenen Namen. Und es ist anders, als man es bei den Namen vermuten könnte. Es ist eher eine Singer/Songwriternummer, die manchmal an Lambchop erinnert.

Carsten Klatte hat es geschafft, mich positiv zu überraschen. Seine Referenzen habe ich gelesen bevor ich das Album gehört habe und ich dachte schon an einen Verriss. Aber nein: “Put simply” beginnt mit Akustikgitarre, Drums und einer Violine. Dazu eher erzählender Gesang. Das ist man ja von Kurt Wagner (Lambchop) gewohnt und in diese Richtung geht es auch. Allerdings bleibt Carsten Klatte musikalisch durchaus diesseits des Atlantiks: Manchmal klingt so etwas wie Irish Folk durch, wie in “Rip all ties”. Aber nicht anstrengend, sondern eher zurückgelehnt und ein wenig melancholisch. Musik, die man in Kneipen zu den letzten Bieren hören möchte oder auch an einem Winterabend am Kamin. Die Gitarre, Klattes Hauptinstrument, ist durchaus auch mal elektronisch verstärkt. Insgesamt dominieren aber die Folkelemente: Egal ob im Bereich Singer/Songwriter oder Alt-Country. Irgendwie schafft es Carsten Klatte immer zu fesseln ohne den Pfad der bekannten Folk- und Popmelodien zu verlassen. Und grad beim ersten (Folk) kommt es ja darauf an, altes so gekonnt zu zitieren, dass der Zuhörer gefesselt ist. Carsten Klatte beschert uns genau das: Man hört gebannt zu und es fühlt sich zeitlos an. Ein Album zum Immerwiederhören.

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