Cargo City – On. Off. On. Off

von Hififi am 30. Mai 2009

in Musik!

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Leider bekommt Kristofer Åström es nun schon seit längerer Zeit nicht gebacken, ein Album der Güteklasse „Northern Blues“ zu veröffentlichen und so erfreut mich „On. Off. On. Off“ natürlich umso mehr, auch wenn es natürlich nicht exakt die leidende Art des Schweden einfängt und sich nicht so sehr auf klassische Songwriter-Tugenden beschränkt.

Ob nun Cargo City im ursprünglichen Sinne der Gleichberechtigung eine Band ist, oder ob Simon Konrad weiterhin die Fäden in der Hand behält, bleibt ein wenig im Dunkeln, der Myspace-Auftritt gibt leider wenig Aufschluss. Einen Hauptsongwriter haben sie jedenfalls und der setzt im Kontrast zum Debüt („ How To Fake Like You Are Nice And Caring“) sehr viel mehr auf elektronische Spielereien, wie z.B. Slut zu „Lookbook“-Zeiten. Songs wie „I Lost My Head Again“ entfalten eben gerade durch die Elektronik eine eigene Dynamik, wie sie sich auch gerne auf Tanzflächen wiederfindet. Umso erfreulicher, wenn gleich im Anschluss mit „But Then Daryl Sings Again“ eine amtliche Piano-Ballade folgt und für Abwechslung sorgt. Angereichert durch ein paar bissig-ironische Textpassagen hat diese Neuerscheinung durchaus seinen Reiz und ich schätze nun einmal eine Zeile wie „all you need is hate“ aus „My Blood In Your Hair“ sehr, denn sie legt sich mit den Beatles an, mit einer ganzen Dekade von Bands und dem damaligen Zeitgeist.

„On. Off. On. Off“? Mit diesem Spielchen ließen sich damals doch so gut die Erwachsenen ärgern. Wisst ihr noch? Und danach wurde man ins Bett geschickt.

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