Capri Di Rote Quintett – Narkoleptik

von Benjamin am 7. Februar 2011

in Musik!

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Dass Jazz anders ist, wissen musikalisch Interessierte schon lange. Da Jazz seinen Platz in der Popkultur gefunden hat und seichte Balladen hervorbringen kann, ist Jazz vielen Menschen zugänglich geworden. Das Capri Di Rote Quintett aus Hamburg macht es dem Hörer aber nicht so einfach: Hier werden keine Erwartungen erfüllt, hier entfaltet der Jazz seine ganze Kraft.

„Narkoleptik“ ist schon harte Kost. Posaunist Sebastian Hoffmann, Trompeter Gunnar Kockjoy, Bassist Oliver Karstens und Drummer Dirk Achim Dhonau interpretieren mit Pianist und Komponist Jörg Hochapfel den Jazz als abenteuerliche Reise durch die Möglichkeiten ihrer Instrumente. Ideen und Themen werden nicht nacheinander und in Variationen gespielt, sondern die Themen werden in alle Einzelteile zerlegt oder eher zerfetzt und lassen die Musik noch abstruser klingen, aber eben auch noch spannender. Großartige Harmonien werden durch kleine Irritationen, etwa ein gewollt unsauber gespielter Ton, zu noch großartigeren Musikstücken. Trotz aller Hürden, die dem Hörer aufgebaut werden, kann man doch völlig in die Musik abtauchen. Natürlich muss man dafür eine gewisse Bereitschaft mitbringen. Das Capri Di Rote Quintett kann man nicht Nebenbeihören. Auf diese Band muss man sich einlassen und dann bekommt man eine wilde musikalische Reise. DER Soundtrack für verstörend schönes Kopfkino!

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