Broken Records – Let Me Come Home

von Benjamin am 9. November 2010

in Musik!

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Nach ihrem feinen Debüt voller Indie-Folk-Hymnen drehen die Schotten von Broken Records etwas zurück: die Songs sind direkter, rhythmischer und ein bisschen rockiger. So entstehen Indie-Rock-Nummern mit einer Portion schottischen Folks.

Scheint ja ein wenig der Trend zu sein: Arcade Fire haben sich auch zurückgenommen und auf opulente Soundarrangements verzichtet. Trotzdem ist ihr letztes Album richtig stark. Genauso ist auch „Let Me Come Home“ geraten. Richtig stark. Aber im Einzelnen: „A Leaving Song“ baut sich langsam auf: Percussions und Gitarren flirren herein, nach und nach kommen Streicher, Bläser und eine Orgel hinzu. Das ist Dramatik pur, es geht ja auch um eine Trennung. „Modern Worksong“ führt dem Hörer britische Arbeitersiedlungen vors innere Auge und die Drums imitieren den Marsch der hart arbeitenden Menschen. Vertonte Wut sozusagen. „Nia dos Namorados!“ ist eine wunderbare Ballade, die Sänger Jamie Sutherland mit Jill O’Sullivan vorträgt. Wehmut (böse Menschen rufen: a-ha) gibt es in „When The Motorcycle Boys Reigns“. Die bleibt bei „A Darkness Rises Up“ nur im Text. Ansonsten duellieren sich Gitarre und Geige ein bisschen. Bleibt aber dann im Ohr, obwohl er eigentlich ein fast normaler Indie-Folk-Rock-Song ist. „Let Me Come Home“ fehlen die großen, bombastischen Momente, die einigen auf „Until The Earth Begins To Part“ auf die Nerven gingen, aber eben auch die ganz große Hymnenkunst ausmachten. So ist „Let Me Come Home“ ein sehr gutes Album geworden, aber eben nicht un- bzw. außergewöhnlich.

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