Boy – Mutual Friends

von Phillip am 26. Oktober 2011

in Musik!

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Wir kamen gerade von einem Festival und mein Beifahrer packte einige neue CDs und Promos in die Lade. Das meiste gefiel nicht so gut – aber Boy waren irgendwie direkt magisch. Nach den ersten beiden Knaller-Songs wollte ich dann auch den Rest unbedingt hören. Uff, war ich süchtig! Man merkt sofort: Hier stimmt einfach alles und mein erster Gedanke war: Das ist irgendwie mal was Neues, hat Anspruch und ist einfach gut. Fast perfekt, aber irgendwie doch auch zerbrechlich, zart und einfach schön. Dann dachte ich: Wenn ich Musikredakteur bei 1live oder WDR2 wäre, ja ich würde einen Song von Boy definitiv im Radio spielen und den Programmchef so lange nerven, bis er endlich Boy in die Playlist aufnimmt. Ein paar Tage später hörte ich Boy dann auf WDR2 und offenbar traute sich dann auch 1live, Boy zu spielen. Schon seltsam, aber offenbar war es eine Vorahnung! Vielleicht streitet man sich schon innerhalb der beiden Wellen, wer denn nun eigentlich Boy spielen darf… offenbar bin ich nicht der einzige, der nach Boy süchtig ist. Boy machen jedenfalls ihr eigenes Ding und man merkt, dass sehr viel Kreativität, Persönliches und verdammt viel Arbeit in dieses Album „Mutual Friends“ steckt. Der Produzent dieser Platte verdient größten Respekt! Es klingt alles sehr ausgewogen, einzigartig und stimmig, tolle Sounds, tolle Beats… die Gastmusiker passen perfekt in dieses Gefüge, so als hätten alle Beteiligten sehr viel Liebe in dieses Meisterwerk einfließen lassen. Mal schauen… wer hat’s denn eigentlich gemacht? Laut einer Rezension von plattentest.de wurde „Mutual friends“ in Berlin aufgenommen zusammen mit dem Produzenten Philipp Steinke. Dessen Studio ist eigentlich ein Kinderzimmer – und so schreibt die Rezensentin auch passend: „…dieses Gefühl von Familienzusammenschluss, von Nähe und Vertrautheit, hat man bei Boy.“

Jedenfalls gefällt mir Boy so gut, dass ich sie nun andauernd hören muss. Die Musik ist angenehm, anspruchsvoll, es gibt vieles zu entdecken und wenn wir schon beim Kinderzimmer sind: Ja, verspielt ist es auch! Es macht einfach Spaß und es wird nicht langweilig mit Boy. Irgendwann interessierten mich dann natürlich auch Infos über diese Band. Ich schaute mir einige Interviews und Liveauftritte auf youtube an und muss sagen: Zwei verdammt hübsche Frontfrauen! Insbesondere hat es mir Valeska Steiner doch sehr angetan mit ihrer süßen Stimme, den strahlenden Augen und ihrer zarten Statur. Sie kommt aus Zürich und ihre Bandkollegin Sonja Glass, aus Hamburg. Seit 2005 machen die beiden Musik zusammen und es passte so gut zwischen den Beiden, dass Valeska nach Hamburg zog. War eine gute Entscheidung, Valeska!

Zwei attraktive Musikerinnen stecken also hinter Boy, die einfach bezaubernde Musik machen und auch noch bezaubernd aussehen. Das Gesamtpaket stimmt und macht mich ganz ehrlich schwach! Ja, was sind Boy denn eigentlich? Irgendwie kommt es einem so vor, als würden die beiden in einem Wohnzimmer sitzen, ein Glas Rotwein trinken, ihre Akustik-Gitarren zur Hand nehmen und dann einfache Songs klampfen. Was dabei entsteht ist eine Art Folk-Pop, wobei Folk vielleicht nicht ganz passt, eher Singer-Songwriter Indie-Folk-Pop. Jedenfalls berührt mich die Musik von Boy und sie singen über alltägliche bunte Geschichten aus dem Leben. Die Musik ist leicht, geht gut ins Ohr, macht gute Laune auch an einem dunklen Herbstabend und sagt mir: Hey, vertrau dem Leben und sieh, wie leicht doch alles ist. Aus den Interviews erfahre ich dann auch noch, dass die beiden meist als Akustik-Duo unterwegs sind. Das Album „Mutual Friends“ ist hingegen sehr intelligent produziert und macht aus einer rein-akustischen Variation etwas großes Neues, modernes und poppiges. Ich bin gespannt, wie es weiter geht mit Boy und vielleicht touren sie ja auch mal mit richtiger Band?

So genug gefaselt und eigentlich ist auch schon alles gesagt – her mit Boy und ab in die CD-Schublade mit Dir! Enjoy the music!

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