Bonnie 'Prince' Billy – Lie down in the light

von Benjamin am 25. August 2008

in Musik!

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Der Mann der vielen Synonyme hat im Frühjahr ein neues Album veröffentlicht. Bonnie ‚Prince‘ Billy ist der Name Will Oldhams unter dem er die meisten Songs veröffentlicht hat, so auch 2008 Lie down in the light. Hört man das Album fragt man sich, warum er sich nicht einen weiteren gegeben hat. Natürlich sind Stimme und Folksongs irgendwie typisch, aber Musik und Texte sind fröhlicher.

Schon mal daran gedacht, Bonnie ‚Prince‘ Billy Alben zu hören, wenn man frisch verliebt ist? Natürlich nicht, aber jetzt ist alles anders! Schon der Opener „Easy does it“ handelt vom Glück, alles zu haben, was man benötigt. Musikalisch untermalt von beschwingtem Country-Folk. Auch wenn das folgende „You remind me of something (the glory goes)“ ruhiger daherkommt ist auch hier von Trauer keine Spur. Es verkörpert diese ruhige Glücksgefühl, welches einen beim Hören des Lieblingssong bei aufgehender Sonne und einem lieben Menschen im Arm durchströmt. „So everyone“ beginnt mit Will Oldhams Stimme und seiner Gitarre, steigert sich aber im Verlauf zu einem Country-Song, bei dem die kanadische Sängerin Ashley Webber zur Duett-Partnerin wird. Auch hier geht es um glückliche Liebe, welche ich noch nie so harmonisch von Oldham vertont gehört habe wie im Refrain. „Keep eye on other’s gain“ appelliert an die Zuhörer, auch auf andere Menschen zu achten und darauf, dass man die geliebten Menschen um sich versammeln sollte.

Mein liebstes Stück ist aber „You want that picture“: Ein wenig Traurigkeit strahlt dieses Duett mit Frau Webber schon aus, aber irgendwie ist dann doch alles „all right“. Die großartige Spannung zwischen Melancholie und Harmonie wird durch die elektrische Gitarre und die Percussions noch unterstützt.

Ok, zwei irgendwie traurige Stücke gibt es mit „Missing one“ und „what’s missing is“ doch, aber wo Bonnie ‚Prince‘ Billy auf älteren Werken in düsterer Stimmung gebadet hat, werden diese beiden Stücke reduzierter vorgetragen und neben den anderen Stücken hat man eher das Gefühl einer Atempause vom ruhig-beschwingten Rest des Albums.

Lie down in the light ist mit Abstand das fröhlichste und das country-infizierteste Album, das ich von Will Oldham gehört habe. Natürlich ist es kein einfacher Sommerpop, aber immerhin hat man nun Lieder von Oldham, die man auch in einer Sommernacht hören kann. Absolut großartiges Album!

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