Bon Iver – Columbiahalle Berlin, 01.11.11

von sisilein am 4. November 2011

in Feierlichkeiten

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Justin Vernon weilte mit seiner Band Bon Iver in einer der größten Konzerthallen Berlins. Die Kombination Singer-Songwriter und große Location verheißt selten ein intensives Musikerlebnis.

Dessen schien sich Mr. Vernon bewußt zu sein und versuchte mit vielen Musikern die Bühne und mit ausladenden Arrangements das Volumen der Halle zu füllen. Leider ist er dabei etwas übers Ziel hinausgeschossen.

Fans, die ihn vor allem wegen seiner eindringlichen und markanten Stimme lieben, sind an diesem Abend nicht wirklich auf ihre Kosten gekommen. Zu sehr lenkte die orchestrale Instrumentierung der neun(!) Musiker auf der Bühne vom Gesang ab. Viel zu oft wurden die Songs von der Band in ihrer Spielwut zerlegt, wucherten in endlose Session-Auswüchse und wurden in den schlimmsten Momenten von den zwei Drum-Sets einfach nur zerdroschen. Für sanfte Gemüter war das eindeutig zu viel des Guten.

Nur in wenigen, nur zart mit Gitarre unterlegten Stücken konnte Justin Vernon die erhofften magischen Momente erzeugen. Dann wars aber auch ganz große Kunst.

Dem häufig weit gereisten Publikum in der lange ausverkauften Halle hats trotzdem gefallen, so wollte der finale Jubel kein Ende nehmen.

Noch ein Wort zum Support, bestritten von Kathleen Edwards: lesen und vergessen!

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