Bloodspot – The Demon EP

von JonesKorn am 17. Juli 2010

in Musik!

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Die fünf Jungs aus Hessen von Bloodspot präsentieren mit der „The Demon EP“ ihr erstes professionell aufgenommenes Werk, das irgendwie Thrash, vielleicht etwas Death, in jedem Fall Metal und auf keinen Fall langweilig ist.

Wie der Albumtitel schon verrät, handelt es sich um eine EP die dementsprechend aus nur fünf Songs besteht und mit insgesamt etwas über zwanzig Minuten Spielzeit eine Einordnung schwierig macht. Das gilt einmal für den Stil, aber auch für die Qualität der Musik. Selbst vergleicht die Band ihre Art von Musik mit Bands wie Hatesphere, The Haunted, Cataract oder Testament, was durchaus zutreffend ist. Weitere Aussagen machen den Eindruck, als wären die Jungs durchaus bodenständig und hätten eine richtige Einschätzung. Mit ihren druckvoll-modernen Stücken sind sie auf jeden Fall auf einem guten Weg, sich eine Fangemeinschaft erspielen zu können, die es bald notwendig macht einen Langspieler auf den Markt zu bringen. Obwohl ich mir das Schlagzeug an manchen Stellen noch etwas deftiger gewünscht hätte, ist die Produktion insgesamt ziemlich gut gelungen. Auch musikalisch bewegt sich die Truppe fast immer auf einem hohen Niveau, Durchhänger sind vorhanden aber selten. So schleppt „In Honesty“ sich immer mal wieder etwas träge dahin, um im nächsten Augenblick mit Schlagzeuggewittern wiederbelebt zu werden. Die von den treibenden Gitarrenriffs getragenen rhythmischen Vokalpassagen (z.B. in „Taste The Cancer“) erinnern manchmal an MetalCore-Elemente (Heaven Shall Burn machen das sehr ausgiebig), ohne dabei jedoch ganz dahin abzudriften. Nackenbruchpotential hat fast jeder Titel, reichlich Schweiß ist bei Liveshows wohl garantiert.

Die EP macht auch nach mehrmaligem Hören noch Lust auf mehr. Meine Favoriten vom kleinen Silberling sind der Anfang und das Ende, namentlich die Eröffnung „Far From Innocence“ und der Schlusstrack „Judas Of Our Time“. Allerdings, und dass muss man auch sagen, bietet ihre Musik keine Alleinstellungsmerkmale. Der Metal-Markt ist groß, die Zahl talentierter Neulinge ebenfalls und es bleibt abzuwarten, ob sie Bloodspot dauerhaft durchsetzen können. Es ist aber eine ambitionierte Truppe mit viel Energie und hoffentlich auch vielen weiteren Ideen und Veröffentlichungen.

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