Blood Red Shoes – Box Of Secrets

von am 17. April 2008

in Musik!

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Nach dem Eigties-Revival der letzten Jahre wird schon seit einiger Zeit das Grunge-Revival kolportiert. Bisher jedoch noch ohne irgendeine Band, die als Beleg für diese Tendenz herhalten könnte. Im letzten Jahr sind nun die Blood Red Shoes auf den Plan getreten, die sich ob ihrer Bandkonstellation, Junge + Mädchen / Schlagzeug + Gitarre seitdem auch mit White Stripes Vergleichen rumschlagen müssen.

Beim Hören des langerwarteten und aus nebulösen Gründen immer wieder verschobenen Debütalbums „Box of Secrets“ wird aber ganz schnell klar, dieser Vergleich hinkt nicht nur, sondern ist gänzlich falsch. Schon die Vorabsingle „You Bringe Me Down“ und Vorabtour zeigten eine junge wilde Band, die in ihrer ungestümen Art und den Grungetypischen wenig abwechslungsreichen Gitarrenakkorden tatsächlich von Grunge inspiriert zu sein scheinen. Aber das was die Blood Red Shoes bieten ist viel mehr als Grunge und völlig anders. Irgendwo zwischen der Energie, die auch Maxïmo Park treibt und Queens of the Stone Age könnte man diese Songs ansiedeln. Die Songs werden immer getragen durch das kraftvolle Schlagzeugspiel von Steven Ansell und den abwechselnden Gesang mit Laura-Mary Carter. Das Zurückgreifen auf nur zwei Instrumente birgt häufig auch die Gefahr, dass die Songs schnell langweilig geraten. Hier zum Glück nicht. Das Album verbindet gekonnt bereits bekannte Hits, wie die Übersongs „You Bring me Down“ und „I wish I was Someone Better“ mit neuen Songs. Den letzten Song „Hope You Are Holding Up“ hätte man sich vielleicht ob des etwas übertriebenen Bombast sparen können, aber was ist ein Song von 11. Um diese Band kommt man in diesem Frühjahr auf keinen Fall vorbei, danach wird sich zeigen, ob sie auch das Potential für weitere Großtaten haben. (Glücklicherweise) nicht das Grunge-Revival, aber ein kurzweiliges Debüt wurde hiermit auf alle Fälle schon einmal vorgelegt.

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{ 4 Kommentare… read them below or add one }

1 Sterereo April 18, 2008 um 11:16 Uhr

Jap, absolut hitverdächtige, brav gehypte Platte. Läuft bei mir zurzeit auf Dauer-Rotation und wird sich bestimmt nicht allzubald ändern. Ganz anders war mein Eindruck noch im Gleis, da waren’s nur 40 Minuten Grundge. Hätt‘ ich mal genauer hingehört, was? 😉

2 Hififi April 18, 2008 um 11:36 Uhr

Also, Grunge klingt anders. Und ich verstehe den ganzen Hype nicht wirklich und fand das Konzert auch eher mau. Na ja…

3 Iain April 18, 2008 um 12:05 Uhr

gehst ja auch stark auf die 30 zu, da zündet sowas dann nicht mehr so ;o)

aber grunge ist das wirklich nicht, wie schon geschrieben.

4 Hififi April 18, 2008 um 13:19 Uhr

Ja, vielleicht liegt es wirklich daran, dass mich manche Sachen nicht mehr so schnell überzeugen können, als wie damals. Eigentlich schade!

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