Bloc Party und Stars – Ringlokschuppen Bielefeld, 1.12.05

von Benjamin am 2. Dezember 2005

in Feierlichkeiten

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Mal wieder ein Konzert im Ringlokschuppen. Diesmal die großartigen Bloc Party! Und als Vorgruppe: Stars!

Der rechte Konzertsaal des Ringlokschuppen ist diesmal nicht ganz ausverkauft. Aber gut gefüllt. Auch schon bei der Vorgruppe. STARS nennt sich die siebenköpfige Band aus Montreal, Kanada, welche uns 40 Minuten unterhalten wird. Die Instrumentierung besteht aus 2 Gitarren, Bass, Schlagzeug (bis hierhin eine ganz normale Rockcombo), Synthesizer/Keyboard, Violine und gelegentlichen Trompeteneinsätzen. Das wird garniert mit dem einer Männer- und einer Frauenstimme. Die Band zaubert Melodien! Aber nicht nur das, sie zerstört sie auch gleichzeitig, indem sich mal ne verzerrte Gitarre, mal hartgeschlagene Drums, mal Synthie-Spielereien oder auch eine monoton gespielte Trompete in den Vordergrund mischt und eventuell eine Lärmorgie provoziert. In diesem Lärm bleibt aber immer eine Melodie. Mehr als eine Vorband!

Sterereo: Und ob! Ist doch deren Album „Set Yourselfe on Fire“ für einige weitaus aktueller als Bloc Partys Debüt „Silent Alert“. Da gab es meinerseits auch schon böseste Vorahnungen. Eigentlich war ich überzeugt davon, dass nun wie bei Maximo Park eher neue Stücke oder B-Seiten gespielt werden, doch Pustekuchen; das Set war der Hammer! Kein Hit wurde ausgelassen, hier ein Auszug; „Banquet“, „Like Eating Glass“, „Shes Hearing Voices“ und natürlich „Helicopter“. Die Meute riss sich geradezu die Kleider vom Leib, eines landete bei Kele Okereke, den dies sichtlich amüsierte. Der feige Bassist wollte dann, dass alle ein Stück zurück gehen, keine Ahnung, ob sich einer dran gehalten hat, es wurde nämlich direkt weiter gerockt. Tanzbarerer Indierock ist ja bald nicht mehr zu finden. Aber nicht nur akustisch brannten die Londoner ein Feuerwerk ab, sondern auch Buchstäblich, mit ihrer Light-Show. Die ständigen Blitzlichtgewitter hätten jeden Epeleptiker mit Sicherheit ins Grab gebracht. Für alle anderen war es ein wirklich außergewöhnlich energiegeladenes Konzert mit einer Vorband zum Zungeschnalzen. Wie swobo nach dem dritten Song schon treffend feststellte: „Die machen ganz schön ein Fass auf!“. Richtig. Weiter so! Hingehen! Anschauen!

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