Black-Out Beauty – Horrortrip

von Pynchon am 8. April 2010

in Musik!

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Au weia! Bei dem garstigen Cover, einem gräßlichen Dämonwesen mit verunstalteter Fratze, mit heraushängendem Gedärm und umschlängelt von undefinierbaren Schlangenwesen, da wird mir schon etwas bange! Der Pressetext zu dieser Höllen-Truppe, die übrigens aus Luxemburg über die Menschheit kommt, bringt es schon auf den Punkt, wenn von einem Stil die Rede ist, der nur schwer in eine Schublade zu packen ist. Ich hoffe, ich trete niemandem auf den Schlips, wenn ich spontan an Death-Metal denken muß. „Horrortrip“ ist zumindest eine vier Stück starke EP, die schon mal Laune auf die im nächsten Jahr bevorstehende erste LP machen soll.

Bislang haben sich Black-Out Beauty vor allem als Live-Band einen Namen gemacht und sind unter anderem mit Bury Your Dead, Final Death oder Genghis Thron aufgetreten, allesamt dem Namen nach keine Kuschel-Bands. Und so geht es mit „In The Mouth Of Madness“ schon mal amtlich los. Die Stücke tragen englischsprachige Titel, aber bei den Texten bin ich nicht sicher, ob es sich tatsächlich um eine reale Sprache handelt oder um eine wüste Mischung diverser Grunz-, Stöhn- und Kreischgeräusche, untermalt vom Maschinengewehr-Gefeuer der Drums und mißhandelten Gitarren und Bässen – alles kreischt und wimmert, der Höllenschlund tut sich auf. Als das nächste Stück beginnt, eine Hommage an „Chuck Norris“, kontrolliere ich an meinem CD-Player sicherheitshalber, ob ich nicht aus Versehen auf Anfang geschaltet habe. Aber nein, nach einer Weile lassen sich marginale Unterschiede feststellen, auch wenn weiter fröhlich gegrunzt und gewürgt wird. Ach ja, und schnell ist es auf jeden Fall, immer ordentlich die Scheiße rausgeprügelt.

Beim dritten Stück zeigt der düstere Wahnsinn von Black-Out Beauty langsam Wirkung und ich bin geneigt, mir die Nachbarskatze für eine spontane Tieropferung auszuleihen. Man kommt also bestens in Stimmung! Dafür stimmt mich der finale Song „Corpseater“ wieder fröhlich. Und jetzt macht auch das Würgen Sinn, denn der halbvertilgte Körper (von wem auch immer er stammt) muß ja wieder raus – ist schließlich ungesund.

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