Black Mountain – In The Future

von Hififi am 27. Januar 2008

in Musik!

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Jetzt sind es also die Siebziger, die ein Revival erfahren. Nicht generell, nur auf dieser Platte, denn auf „In The Future“ ist alles drin was diese Dekade zu bieten hat: Led Zeppelin´s Heavyness der Anfangstage, Pink Floyd´s ausufernder Hang zu halbstündigen Soli und die provokante Unberechenbarkeit Ozzy´s erster Band. Immer gut nicht zu wissen, was als nächstes kommt, denn nichts ist schlimmer als erfüllte Erwartungen.

Nicht zu vergessen, auf diesem Album versteckt sich auch eine ganze Menge Folk, noch am ehesten und schnellsten wahr zu nehmen bei „Stay Free“, dem einzigen Song, der von Dave Sardy produziert wurde und der ein wenig an „Wild Horses“ von den Rolling Stones erinnert. Dann geht es weiter und direkt in die Arme von Roger Waters und Konsorten. Das dauert dann natürlich, klingt aber ausgesprochen authentisch und da Amber Weber ihr krasses Organ zu Gehör bringt, erinnert es vielleicht sogar noch eher an die frühen Archive. „Evil Ways“ heißt und klingt nach Black Sabbath und das ist gut, denn in den Siebzigern hatte der „prince of fucking darkness“ noch was zu erzählen. Das ganze Album ist unglaublich vielseitig und abwechslungsreich und dadurch so spannend und vor allem erfrischend anders. Wirklich alle Einflüsse zu benennen, würde den Rahmen komplett sprengen. Und als sei das alles noch nicht genug, erschaffen sie mit „Bright Lights“ ihr persönliches Opus dei. In 16 Minuten holzen sie noch einmal komplett durch alle Stile, alle Bands die sie so verinnerlicht haben. Die wenigsten Bands können solch lange Lieder schreiben, die dann auch was taugen. Zwar hat der Mittelteil, der aus einer minutenlangen Klangcollage besteht, seine Längen, aber „Bright Lights“ muss sich erst einmal wieder erholen, bevor es sich wieder zu ungeahnten Höhen aufschwingen kann. „In The Future“ ist so dermaßen gut geworden, dass man sich gezwungenermaßen die Frage stellen muss, ob sie dort noch einmal anknüpfen können. Wäre doch schade, wenn sie ihr Pulver schon verschossen hätten!

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1 Sterereo Januar 27, 2008 um 13:24 Uhr

Hab ja nur wenige Minütchen reingehört und gedacht: krass, ein Ausflug zu Black Sabbath und zurück. Scheint aber auf Albumlänge prima zu klappen, denn ist nicht die erste durchweg positive Kritik die ich gelesen hab. Bring die CD mal wieder mit!

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