Bitch Queens – High Strung (EP)

von Pynchon am 11. Januar 2010

in Musik!

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Die Bitch Queens sind vier Jungs aus Basel, die sich auf der Rückseite ihrer EP mit Maskara-umränderten Augen und eher reglosem Gesichtsausdruck präsentieren, deren Musik jedoch eher nach 80er Jahre-Dicke Hose, wallende Föhn-Mähnen und großem Attitüden-Rock á la Motörhead und Konsorten klingt.

Also recht reduzierter Hard Rock der etwas schlichten Sorte, die beim geneigten Hörer durchaus anerkennendes Headbangen hervorrufen dürfte, sich im Grunde aber nicht sonderlich inspiriert oder eigenständig anhört. Das Schlagzeug wird brav getrimmt, die Riffs und Gitarrensoli sind ordentlich eingeübt und werden fehlerlos rübergebracht (was allerdings auch nicht so eindrucksvoll ist, da die Kompositionen simpelsten 08/15-Akkorden folgen), während die Texte mit gebührendem Pathos ins Mikro gegröhlt werden.

Der Song „First Rule“ ist eigenem Bekunden nach übrigens von den New Yorker Ramones inspiriert, was aber auch nichts weiter als ein beiläufiges Achselzucken hervorruft. Ob man die vier Songs der EP nun unter so platten Begriffen wie „Schweinerock“ oder „Rotz´n´Roll“ einordnet oder nicht, ich finde nirgends einen Ansatz oder eine Stelle, die mehr als lahmes Runterspielen eines ohnehin sehr begrenzten Musikgenres wäre, das bereits Ende der achtziger Jahre als beerdigt galt, als im verheißungsvollen Schein der morgendlichen Dämmerung der Grunge in seiner ungeschminkten Art sich ankündigte, um die öde Machismo-Attitüde des Hard Rock von der Bühne zu fegen. Für ein Revivel werden die „Bitch Queens“ sicher auch nicht sorgen.

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