Billy and The Firm – Thoughts from the lionless' lab

von Benjamin am 24. Februar 2010

in Musik!

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„Thougths of the lionless‘ lab“ ist eigentlich ein Soloprojekt von Sängerin Billy Levy. Sie hat die Songs alleine geschrieben und The Firm ist ihre Begleitband für die anstehende Tour. Die Instrumente auf dem Album wurden noch von anderen gespielt. Aber nun zur Musik: Beeinflusst von Frauen wie PJ Harvey, Nico und Karen O sowie der Musik von Sonic Youth, Yeah Yeah Yeahs und den Pixies entsteht ein Rockalbum. Wobei Indie guten Gewissens als Determinans dem Rock vorangestellt werden kann.

Die Israelin Billy Levy nimmt aus dem großen Baukasten viele bekannte Elemente und oft fühlt man sich, als ob man einem unveröffentlichten Yeah Yeah Yeahs-Stück zuhört. Wobei sich jene in den Jahren weiterentwickelt haben, wir es hier aber mit einem Debüt zu tun haben, welches alle Elemente vereint. Der schroffe Rock-Stampfer „Bam Bam“ (perfekter Opener) und „Venus in furs“ sind schnellere, rohe Nummern. V.a. „Bam Bam“ überrascht: Man erwartet, dass der Refrain (Text: „Bam Bam Bam usw.“) sich in hysterischem und sich überschlagendem Gesang endet, Billy Levys Stimme wird aber lakonisch-lasziv. „Dull TV Drama“ bedient die Fans des 80er beeinflussten Tanz-Indie-Rocks. Die Vorliebe für Bob Dylan zeigt sich vor allem in den leidenschaftlichen Texten, die kleine Geschichten erzählen. Gelegentlich wird Billy Levy auch politisch. Sie singt zum Beispiel in „This is not Tibet!“ gegen die strikte Einteilung in Ost und West, gegen die schmierigen Politiker. Musikalisch erinnert das in der Strophe an eben den bewunderten Bob Dylan, wobei der Refrain wütender Punk ist. Jeder Song des Albums hat seine Stärken und so kann man das Album in einem Rutsch genießen. Feiner variantenreicher Indie-Rock mit vielseitiger Frauenstimme, so mein Fazit!

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