bergen – Gegenteil von Stadt

von Benjamin am 16. März 2009

in Musik!

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Das kleine Dresdner Label K&F Records steht für ein guten Indie-Folk. Auch bergen (unbedingt kleinschreiben, da das Verb gemeint ist und so Verwechslungen zur türkischen Arabesk-Sängerin gleichen Namens vermieden werden) machen Indie-Folk mit Pop-Einflüssen, aber im Gegensatz zu den anderen Bands der Mitglieder (The Gentle Lurch sowie Garda) mit Texten in deutscher Sprache.

bergen orientieren sich beim Verseschmieden an Element of Crime, zumindest drängt sich der Vergleich auf und wird noch verstärkt durch die unsinnige Hypothese eines SZ-Autors in der Plattenfirmeninfo. Nein, Element of Crime würden nicht so klingen, wenn sie 20 Jahre später das Musikmachen angefangen hätten, dafür sind Element of Crime von der Grundstimmung zu düster. Aber hier geht es um bergen. Die Texte sind zwar auch assoziativ und gelegentlich abstrakt, aber insgesamt positiver. Die machen ihre Sache gut: Diverse Instrumente an den richtigen Stellen eingesetzt: Bläser, Streicherarrangements, aber auch beim Abschlusssong „Jagger“ ein Synthesizer. Die ruhige folkige Musik mit der Portion Pop erinnert deshalb auch eher an Stefan Waggershausen (das ist keinesfalls abwertend gemeint), aber das darf man ja nicht sagen, wenn man Indie macht. Ich jedenfalls kann bergen nur empfehlen und zwar allen Romantikern, allen die Melodien und ein wenig Abstraktion mögen sowie allen Freunden guter handgemachter Popmusik.

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1 Pynchon März 31, 2009 um 16:35 Uhr

Aha! Und bei Romantiker musstest du gleich an mich denken und hast es mir deshalb mitgeschickt – recht so!
Und außerdem ist Gegenteil von Stadt da, wo ich aufgewachsen bin, müsste also passen…

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