Ben Kweller – On my way

von Benjamin am 17. August 2007

in Musik!

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Es gibt Alben, die entdecke ich erst Jahre nach der Veröffentlichung. So wie „On my way“ von Ben Kweller, welches 2004 veröffentlicht wurde, aber mir erst seit Juli 2007 bekannt ist. Gut so, denn derzeit liebe ich das Album mit seinem Indie-Folk-Rock.

Ben Kweller ist übrigens ein guter Freund von Adam Green und sein erster Album „Sha Sha“ klang wie Weezer. An Weezer wird man auf „On my way“, dem zweiten Album Kwellers, auch weiterhin erinnert, aber ebenso denkt man an die Beatles, an Folksänger aus den 60ern und an Singer-Songwriter: Anti-Folk und Indie-Pop heißen wohl die passenden Schubladen.

Aber nun zu den Songs: Eine Melodie auf der Stromgitarre und ein pumpender Beat, der sich langsam in den Vordergrund kämpft, in der Strophe, Mitsingzeilen im Refrain, der schneller vorgetragen wird und zu einem Schlachtruf werden kann: „Hey, I need you back“. Ein Klavier eröffnet mit Drums „Hospital Beds“ und man ist überrascht, dass hier nicht Paul und John singen, so sehr könnte der Song aus der Spätphase der Beatles sein. Ein Höhepunkt. „In my appartment“ hört Ben Kweller offensichtlich viel Weezer. Auch textlich fühlt man sich ein bisschen in die introvertierte Welt der Indierocker um Rivers Cuomo eingeschlossen. Fein.

„On my way“ ist dann die erste Ballade des Albums. Der Song hört sich an, als wäre er von einem Solokünstler mit seiner Folkgitarre 1967 zum ersten Mal veröffentlicht worden. Neben dieser Gitarrenballade gibt es noch zwei Klavierballaden auf dem Album: „Living Life“ und „Different but the same“: Sofort kommt Elton John in den Sinn.

Ein wunderbares Wortspiel ist „Ann Disaster“: Ein Song über eine Frau, die ihn zu sehr vereinnahmen möchte und daher die Beziehung ein Desaster ist. Wunderbar umgesetzt mit AC/DC-Rhythmus-Gitarren und einem Gitarrensolo für Männer: Kurz und Trocken. „Down“ ist alles andere als deprimierend: „When I’m in your arms, nothing can bring me down“ und gesungen im Gewand eines Indie-Rocksongs!

Ein schönes Album für alle Gelegenheiten. Cool und witzig genug für Jungs, eine ganz dicke Portion Gefühl für die Mädchen. Oder wie schrieb mir eine Freundin nach dem ersten Hören des Albums per SMS: „Joa, ich glaub, der Kweller Ben is n reiner Guter.“ Ist er, ich weiß es.

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