Beatsteaks – Seidenstickerhalle Bielefeld, 26.03.2011

von Benjamin am 1. April 2011

in Feierlichkeiten

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Nachdem ich die Beatsteaks vor 10 Jahren zum ersten Mal live gesehen habe und von ihrer Show beeindruckt war, wollte ich natürlich gucken, ob die inzwischen abgekühlte Liebe wieder aufflackern kann. Die äußeren Umstände passen: mit einem Fanbus zur Seidenstickerhalle, schön mit Bier aufgewärmt und durchweg professionelles und sympathisches Personal am Eingang.

Auch die Vorband traf meinen Geschmack, obwohl weite Teile des auf eingängigen Punkrock eingestellten Publikums ein wenig irritiert zu sein schienen. Trip Fontaine machten es aber auch nicht einfach: Postrock, Postcore – verspielt, laut, ideenreich und alles andere als 08/15! Nichts, was man so von einer Beatsteaks-Vorband hätte erwarten können und nicht nur deshalb eine positive Überraschung.

Zu den Beatsteaks selbst muss man nicht mehr viel sagen, oder? „Atomic Love“ als Opener, dann alles Hits von den inzwischen fünf Alben der Band, ein paar fantastische B-Seiten und eine spielfreudige Band. Sänger Arnim Teutoburg-Weiß ist eine Frontsau. Auch sein Gesang hält inzwischen die gesamte Konzertlänge. Das Publikum in der ausverkauften Halle unterstützt ihn nach allen Kräften und ich habe in Bielefeld selten ein so ausgelassenes Publikum gesehen. Gitarrist Bernd Kurtzke ist im Übrigen im Bandinternen Poserwettbewerb Sänger Teutoburg-Weiß nur knapp unterlegen. Musikalisch gibt es bei der Coverversion-Auswahl durchaus Überraschungen: „Put your hands on my shoulder“ von Paul Anka hätte ich jetzt nicht erwartet, auch nicht die eingestreuten Verse aus Leonhard Cohens „Halleluja“. Meine persönlichen Höhepunkte waren „Hey Du“, „Let me in“ und das abschließende „I don’t care as long as you sing“. Die Beatsteaks wissen ihr Publikum in Ekstase zu rocken. Ein guter Abend und selbst der Handydieb, der in der Seidenstickerhalle sein Unwesen trieb, wurde gefasst.

Foto: myspace.com/beatsteaks

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