Barbara Carlotti – L'Idéal

von Hififi am 12. Juli 2008

in Musik!

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Manchmal bin ich verwirrt und fühle mich alt, da sagt doch mein kleiner Bruder zu mir: „Hier, das könnte was für dich sein“, und drückt mir „L’Idéal“ von Barbara Carlotti in die Hand und ich denke mir: „Hm, da ist ja schon mal ’ne appetitliche Schnecke auf dem Cover“, und dass er schon recht haben wird.

Na gut, dann also in den CD-Player damit und auf den Waschzettel geschaut und da steht irgendwas von Pariser Chansons. Natürlich habe sogar ich schon mal was von Edith Piaf gehört und bin das erste Mal verwirrt. Dann geht es also los mit „L’Idéal“, was dann auch der erste Song ist und ich bin dann doch positiv überrascht, denn das Ganze tut nur halb so weh wie befürchtet. Stimmlich irgendwo zwischen Nico und Aimee Mann, zwischen Gut und Böse und musikalisch zwischen Polka und vielleicht dem, was gemeinhin Chanson genannt wird, aufgepopt und von Korsika aus (da kommt sie weg, die Frau Carlotti) auf die Menschheit los gelassen. Das erinnert mich an einen gewissen französischen Kaiser der hat da auch schon exiliert. „L’Idéal“ ist komplett auf Französisch eingesungen – wer hätte das gedacht – außer „Kisses“, das wird dann vielleicht die Single im Ausland und im Inland dann vielleicht „Mademoisell Opossum“, denn die Landsleute mögen ja kein ausländisch und verdient hätten sie einen Charteinstieg einhergehend mit viel Radioairplay auch, denn das nervt über Albumlänge dann doch irgendwann ziemlich. Der großartige Patrick Watson erhebt seine Stimme auf „La Lettre“, das nur noch als Information, der Rest ist Schweigen.

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1 Hififi August 20, 2009 um 02:32 Uhr

Ach Gott, ich bin ein wenig stolz auf meine rethorische Leistung, muss nur leider meine Meinung revidieren: Liebe Barbara, das, was du da machst, ist gut, lass dich nicht von Schreiberlingen, wie mir, beeinflussen!

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